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MDax : Ist der MDAX der bessere DAX?

In meinen letzten Beiträgen musste ich einige Kritik am DAX äußern. Leider werden meine Kritikpunkte mit der DAX-Erweiterung von 30 auf 40 Werte nicht wirklich behoben. Zeit für uns, einmal auf den kleineren Bruder des DAX`- den MDAX – zu schauen. Ist das eine gute Alternative zum DAX?

Was bedeutet die DAX-Reform für MDAX-Anleger?

Im Zuge der DAX-Erweiterung wurde gleichzeitig der MDAX verkleinert. Und zwar von 60 auf 50 Werte. Der MDAX hat sich damit mehr seinem noch kleineren Bruder SDAX angenähert. Das wiederum bedeutet: höhere Schwankungen. Das kann in guten Börsenphasen ein großer Vorteil sein. In Flauten ist es aber ganz sicher ein großer Nachteil.

Sie als Anleger müssen daher beim MDAX verstärkt auf ein gutes Timing achten. Sonst steigt Ihr Risiko von Kursverlusten. Im Zuge der Indexverkleinerung hat der MDAX glatt die Hälfte seiner Marktkapitalisierung verloren. Damit gehen automatisch höhere Schwankungen einher. Aber es besteht auch ein gewisses Risiko, dass der Index für große Anleger künftig weniger attraktiv sein könnte.

Ist der MDAX der bessere DAX?

Bisher fuhren Sie mit einem Investment/ Sparplan in den MDAX langfristig besser als mit einem in den DAX. Denn der MDAX legte seit seinem Start im Januar 1996 etwa doppelt so viel zu wie der DAX. Ob das so bleiben wird, wird erst die Zukunft zeigen.

Sie sollten jedoch selbst dann nicht den Fehler vieler deutscher Anleger widerholen: nur in deutsche Aktien zu investieren. Deutschland mag die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt sein (noch, wie ich betonen möchte). Ihr Risiko ist jedoch bei einem so einseitigen Investment viel zu hoch. Gewichten Sie deutsche Aktien (egal aus welchem Index) maximal mit einer Quote von 10 Prozent.

So sieht die optimale Anlage-Strategie aus!

Setzen Sie mit den „restlichen“ 90 Prozent auf Weltmarktführer und Wachstums-Aktien vor allem aus den USA und vergessen Sie auch Gold und Kryptowährungen nicht.

Viele Experten raten Ihnen auch zu sehr breit gestreuten ETF`s. Wie etwa zum MSCI World mit 1600 Aktien von Industrieländern oder zum MSCI All Country World mit knapp 3000 Aktien weltweit inklusive Schwellenländer.

Ich meine: diese Streuung ist wiederum so breit, dass Sie zwangsläufig zu viele schwache Aktien „erwischen“, was Ihre Gewinne unnötig schmälert. Meine Methode mit einer überschaubaren Anzahl langfristig extrem starker Aktien ist deutlich besser. Sie hat ihre Feuertaufe längst bestanden.

 

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Über den Autor
170407 Invest Voigt 72 04
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen. Seit Februar 2009 obliegt ihm die Chefredaktion für den überaus erfolgreichen Börsenbrief DAX Profits.

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