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Aktien: Innogy und Uniper: Übernahme-Phantasien beflügeln die Aktien!

Sowohl E.ON als auch RWE spalteten sich im vergangenen Jahr auf.

Während RWE vor allem die Zukunftsgeschäfte in die Innogy auslagerte und so wenigstens einem Teil des ehemaligen Gesamtkonzerns eine gute Zukunft ermöglichte, sah es bei E.ON anders aus.

Dort wurde in der neuen Tochter so wie im verbleibenden Rumpfkonzern toxisches Material gelagert.

Altlasten, die Gewinne auffressen, Risiken, die sich früher oder später manifestieren könnten. Kein guter Start für E.ONs Uniper.

RWE legte in diesen Tagen die Jahreszahlen für 2016 vor. Dass die nicht gerade berauschend sein werden, war vorher klar. Vermutlich auch deshalb konnte RWEs Aktienkurs nach der Bekanntgabe um 8% zulegen.

Das ist jedoch nicht RWEs Verdienst. Es war Innogy, an der RWE noch 77% der Anteile hält, die die RWE-Aktionäre begeisterte.

Dank Innogy soll RWE in diesem Jahr erstmals seit 5 Jahren wieder steigende Gewinne vermelden können.

Außerdem ist der Verkauf von bis zu 26% der Innogy-Aktien möglich. Als potentieller Käufer kommt der französische Konzern Engie, früher bekannt unter GDF Suez, in Betracht.

5 Milliarden Euro könnte das in die Kassen von RWE spülen. Oder auch mehr. Innogy ist ein relativ attraktiver Übernahme-Kandidat, um den sich noch mehr Käufer reißen könnten.

Ein Bietergefecht ist denkbar und würde natürlich RWEs Verkaufserlöse erhöhen. Doch noch sind das Spekulationen.

Aktionäre der ersten Stunde werden von Innogy trotzdem nicht begeistert sein. Seitdem fiel der Aktienkurs um 10% in einem ansonsten positiven Gesamtumfeld.

Eine Übernahme würde also wahrscheinlich nur zu einer Performance führen, wie sie auch ein DAX-ETF seit dem Börsengang der Innogy eingebracht hätte.

Interessanterweise lief es bei Uniper deutlich besser. Dort kamen Aktionäre der ersten Stunde bis heute auf rund 30% Gewinn.

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Über den Autor
Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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