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Aktien: In hoffnungsvoller Mission – Wir wollen den Menschen die Angst vor Aktien nehmen

Am Samstag war ich mit meinem Kollegen Mick Knauff wieder auf der „Mission Aktienlust“. Auf dem Börsentag in München warben wir einmal mehr dafür, dass die Deutschen mehr in Unternehmen investieren müssen.

Denn die Alternativen zu Allianz, Apple & Co. werden definitiv nicht mehr. Auf dem Weg zur Messe zeigte mir mein Taxi-Fahrer einen neuen Wohnkomplex in einer Münchener C-Lage. Dort entstehen gerade 60-qm-große Eigentumswohnungen.

„Was meinen Sie, was die dafür haben wollen“, fragte mich mein Chauffeur? „Wahrscheinlich deutlich mehr, als ich bereit wäre zu zahlen“, antwortete ich ihm.

„Über 500.000 Euro, das ist doch Wahnsinn“, entgegnete mir der Mann, der sich darüber hinaus beschwerte, dass alles immer teurer werde.

Dass im Immobilienmarkt die „Lage“ das wichtigste Kauf-Kriterium ist, gehört zum Einmaleins der Investoren in diesem Sektor.

Und die Preise sprießen in Städten wie München oder Hamburg einfach deutlich schneller in die Höhe als in Fulda oder Quickborn, obwohl auch in meiner Heimatstadt inzwischen der „Immobilienwahn“ um sich greift.

Allerdings: Im Osten unserer Republik gibt es auch Regionen, in denen man sogar eher noch mit rückläufigen Preisen rechnen muss. Folglich muss man sich schon sehr wohl überlegen, ob es sich derzeit noch lohnt, in Fremdimmobilien zu investieren.

Sollte man die besagten Eigentumswohnungen in München vermieten wollen, muss man schon Monatskaltmieten von rund 2.000 Euro generieren, um auch nur ansatzweise Rendite zu erzielen.

Auf weitere Wertsteigerungen zu spekulieren, erscheint inzwischen jedenfalls riskant. Diese Blase ist schon ziemlich weit fortgeschritten.

Aktien werden einfach noch falsch verstanden

Im Vergleich hierzu sind Aktien im Schnitt geradezu gnadenlos unterbewertet. Klar, auch hier muss man die Spreu vom Weizen trennen und darf nicht in alles investieren, was Ihnen über Internetportale oder Börsenbriefe als „Kursraketen“ angepriesen wird.

Und klar ist auch, dass der eigentliche Vorteil der Aktienanlage, nämlich die täglichen Kursstellungen, Kauf- und Verkaufsmöglichkeiten, von vielen Deutschen als Nachteil empfunden werden.

Es macht sie schlichtweg nervös, wenn ihre Investments auch einmal um 10 oder 15% korrigieren. Dabei würden auch die Preise von Immobilien schwanken, wenn sie börsennotiert wären.

Mick und ich tun folglich alles, um die vielen noch verunsicherten oder unaufgeklärten Privatanleger für Aktien zu begeistern.

Dafür besteigt Herr Knauff auch schon mal den Bullen vor der Frankfurter Börse oder parodiert einkaufshungrige Chinesinnen, die in der Frankfurter Goethestraße den Louis Vuitton-Laden stürmen.

Ich spreche dann über meinen Echo-Lautsprecher, über den meine Tochter sich Hörbücher vorlesen lässt und ihre Lieblingsmusik hört.

Mein Sohn informiert sich über Sportergebnisse und meine Frau stellt sich den Timer beim Kochen und steuert die Beleuchtung im Haus. Hinter all diesen Geschichten stecken Unternehmen – in diesen Fällen LVMH und Amazon.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist so gut wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Der vom Münchner Ifo-Institut berechnete Geschäftsklimaindex stieg demnach von 111,1 auf 112,3 Punkte, wie heute bekannt wurde.

Der Index ist nun auf dem höchsten Stand seit Juli 2011. Die rund 7.000 befragten Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage im März besser als im Vormonat ein.

Das Überraschende und auch besonders Gute: Das Geschäftsklima stieg in nahezu allen Branchen. Auch diese positive Stimmung in der heimischen Wirtschaft spricht ganz klar für Aktieninvestments.

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Über den Autor
Jürgen Schmitt

Jürgen Schmitt hat Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Fulda studiert und ist Mitbegründer der Beratungs- und Investmentgesellschaft Meconomics.

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