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Aktien: Heidelberger Druck: Vorstand kauft eigene Aktien

Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck hat harte Jahre hinter sich und ist nur knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt. Kein Wunder: Drucken ist im Digitalzeitalter alles andere als ein Wachstumsmarkt.

Am Aktienkurs ist dieser Niedergang deutlich abzulesen. Die Notierung hat sich innerhalb von zehn Jahren von gut 25 Euro auf derzeit noch 2,95 Euro nahezu gezehntelt.

Immerhin: Experten gehen davon aus, dass der Branchengigant die schlimmste Phase bereits überwunden hat. In den vergangenen fünf Jahren ist Heidelberger Druck durch ein straffes Restrukturierungsprogramm die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen.

Heidelberg goes Digital

Natürlich ist das „Stopfen von Verlustlöchern“ noch kein tragfähiges Zukunftsprojekt. Doch der im SDAX gelistete Konzern hat seine Zukunftsplanung vor wenigen Wochen vorgelegt. Der Vorstand präsentierte ein Maßnahmenpaket unter dem Motto „Heidelberg goes Digital!“.

Die Heidelberger haben sich für die kommenden Jahre Technologieführerschaft und digitale Transformation auf die Fahne geschrieben.

Durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen will das Management das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs trimmen. Bis zum Jahr 2022 wird ein Umsatzanstieg von derzeit rund 2,5 Mrd. Euro auf rund 3 Mrd. Euro angestrebt.

Dabei soll der Gewinn auf mehr als 100 Mio. Euro nahezu verdreifacht werden. Keine Frage: Das klingt zunächst recht ambitioniert, erscheint jedoch nicht unerreichbar.

Viele Anleger denken bei Druckprodukten nur an Zeitungen und Illustrierte und damit an ein unausweichlich schrumpfendes Geschäft im Zeitalter der vielfältigen digitalen Konkurrenz.

Doch es gibt auch im Drucksektor Wachstumssegmente wie den Verpackungsdruck mit Anwendungen wie Etikettendruck, Flaschenlabels oder bedruckte Lebens- und Arzneimittelverpackungen, der stetig wächst.

Vorstand kauft eigene Aktien

Das Management scheint jedenfalls davon überzeugt zu sein, dass der Schwenk hin zu eben diesen Wachstumsfeldern gelingen wird. Am vergangenen Freitag hat die gesamte Vorstandsetage von Heidelberger Druck wieder einmal bei den eigenen Aktien zugegriffen.

Insgesamt stockten Vorstandschef Rainer Hundsdörfer (22.260 Euro) und seine Kollegen Ulrich Hermann (13.697 Euro), Dirk Kaliebe (70.900 Euro) und Stephan Plenz (70.900 Euro) ihre Depots mit unternehmenseigenen Aktien im Gesamtwert von 177.758 Euro auf, wie Sie auch der nachfolgenden Tabelle mit den aktuellen Insidertransaktionen der letzten Handelstage entnehmen können.

Aktuelle Insidertransaktionen – Hier kaufen/verkaufen die Top-Manager

Top Insider-Käufe der letzten Woche nach Volumen in Länderwährung
DatumWKNUnternehmenName InsiderStellungAnzahlKurs in LWVolumen in LW
11.08.2017731400Heidelberger DruckmaschinenRainer Hundsdörfer, Ulrich Hermann, u.a.Vorstands- vorsitzender, Vorstände58.9563,0151177.758
08.08.2017549532HolidayCheck GroupMarkus ScheuermannVorstand30.0123,1093.037
07.08.2017723610SiemensJanina KugelVorstand800111,5089.200
09.+10.08. 2017SYM999SymriseDr. Heinz-Jürgen BertramVorstand1.50058,3387.499
11.08.2017580060GFT TechnologiesMarika LulaySonstige Führungs-person5.00116,5182.570
11.08.2017A0MUUJOpko HealthPhillip FrostVorstand10.0006,1961.895
08.08.2017PSM777ProSiebenSat.1Erik HuggersAufsichtsrat60034,1120.466
09.08.2017579043Fuchs PetrolubSusanne FuchsAufsichtsrat42047,7220.041
Top Insider-Verkäufe der letzten Woche nach Volumen in Länderwährung
10.08.2017A1JWVXFacebookDavid FischerVorstand50.533169,958.588.083
12.08.2017ZAL111ZalandoRubin RitterAufsichtsrat102.84939,594.071.811
10.08.2017A116CAKite PharmaceuticalsCynthia ButittaVorstand15.000120,721.810.758
10.08.2017878372Electronic ArtsBlake JorgensenVorstand10.000115,251.152.513
07.08.2017623100InfineonJochen HanebeckVorstand24.76719,24476.517

 

Wie die letzte Woche veröffentlichten Quartalszahlen zeigen, kommt Heidelberger Druck mit seiner Digitalisierungsstrategie voran. Unter dem Strich stand im ersten Quartal (April bis Juni) noch ein Minus von 16 Mio. Euro, nach einem Verlust von 37 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 1 Mio. auf 14 Mio. Euro. Beim Umsatz legte der Konzern von 486 auf 495 Mio. Euro zu. Außerdem sei das Unternehmen laut Vorstandschef Hundsdörfer im Plan, die Jahresziele zu erreichen.

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Über den Autor
Kathrin Dörfeld

Kathrin Dörfeld betreut als Redakteurin den neuen Dienst Aktien Daily.

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