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Aktien: Fake News: Trump schafft weder neue Jobs noch Investitionen!

Donald Trump ist ein echter Macher-Typ… könnte man denken. Noch bevor er überhaupt als Präsident vereidigt wurde, hat er dutzende Milliarden US-Dollar Investitionen in den USA angestoßen und zehntausende Jobs geschaffen.

Und das alles mit ein paar 140 Zeichen langen Twitter-Nachrichten, in denen er Unternehmen droht. Die kuschen eilfertig und kündigen Produktionsverlagerungen in die USA, Investitionen, Arbeitsplätze an.

Warum konnten das die Präsidenten vor ihm nicht, fragen sich sicherlich manche. Es scheint so einfach zu sein. Wal-Mart, Amazon, Bayer, Ford, General Motors… die Liste der Trump gefügigen Unternehmen ist lang.

Doch stimmt das auch? Haben die Unternehmen in Reaktion auf Trumps Drohungen tatsächlich neues Geld für Investitionen freigegeben? Werden wirklich zusätzliche neue Jobs geschaffen, die vor den Drohungen nicht geplant waren?

Die traurige Antwort ist: Nein. Das Spiel aus Drohung und Kuschen ist eine reine PR-Aktion zugunsten Donald Trumps. Er droht, wohlwissend, nichts gegen die Unternehmen in der Hand zu haben.

Und um nicht viel Aufhebens zu veranstalten und den neuen Präsidenten gewogen zu stimmen, verpacken die Unternehmen ohnehin schon ewig geplante Investitionen neu und verkaufen sie als Antwort auf Trumps Drohungen.

Trump nimmt diese Geschenke natürlich dankbar an. Lieber ohnehin geplante und nur neu verpackte Jobs, die er als seinen Erfolg ausgeben kann, als gar keinen Erfolg. Viele Wähler durchschauen das Spiel eh nicht. Und so haben am Ende alle gewonnen, außer Donald Trumps Wähler. Und das ganze, ohne auch nur einen einzigen US-Dollar mehr in den USA zu investieren.

General Motors: Keine neuen Jobs und Investitionen!

Beispiele dafür gibt es viele. So kündigt General Motors tausende neue Jobs und Milliarden-Investitionen an. Trump verkauft sie als seinen Erfolg. Blöd, dass General Motors auf Rückfrage der Medien angibt, dass sich am langfristigen Investitionsplan nichts ändere und die Investitionsmeldung keine Reaktion auf Trump sei.

Noch blöder wäre es nur, wenn dann auch noch die Gewerkschaft bestätigen würde, dass alle von General Motors angekündigten Maßnahmen schon in einer Abmachung mit der Gewerkschaft im Jahre 2015 standen. Pech für Trump – aber das hat die Gewerkschaft bestätigt.

Wal-Mart: Keine neuen Jobs und Investitionen!

Beispiel Wal-Mart. 10.000 neue Jobs will der Einzelhandelsgigant 2017 schaffen. Trump feiert es also seinen Erfolg. Blöd nur, dass Wal-Mart schon sehr lange den Bau 59 neuer Stores im Jahr 2017 plant und die 10.000 neuen Jobs nichts anderes als Mitarbeiter in diesen ohnehin geplanten Standorten sind. Übrigens: In Obamas letztem Amtsjahr 2016 wurden 130 neue Stores eröffnet.

Bayer: Keine neuen Jobs und Investitionen!

Beispiel Bayer: Wieviel Bayer in den kommenden Jahren zusammen mit Monsanto investieren will, ist seit dem Übernahmekampf um Monsanto im Frühjahr 2016 bekannt. Sie kennen es inzwischen: Diese schon lange geplanten Gelder wurden neu verpackt und Donald Trump als Geschenk dargereicht, der sich artig bedankte.

Ford: Keine neuen Jobs und Investitionen!

Beispiel Ford: Auf eine Twitter-Nachricht hin soll Ford den Bau einer lange geplanten neuen Fabrik in Mexiko gestoppt haben – die Verlagerung der Produktion aus den USA sei damit von Trump aufgehalten worden.

In der Realität entschloss sich Ford lediglich, die Produktion in eine schon bestehende, aber nicht ausgelastete Fabrik zu verlagern und sich das Geld für die neue Fabrik zu sparen. Die Kleinwagen werden trotzdem in Mexiko und nicht den USA gebaut.

Amazon: Keine neuen Jobs und Investitionen!

Beispiel Amazon: 100.000 neue Jobs will der Weltmarktführer beim Onlinehandel schaffen – in nur 18 Monaten. Das ist eine gigantische Zahl, oder? Das muss jetzt aber der Trump-Effekt sein. Nein, ist es nicht.

2015 wuchs Amazons Mitarbeiterstamm um 76.700 Mitarbeiter. Nehmen Sie 76.700 Mal 1,5 und Sie kommen auf 115.000 in 18 Monaten. Tatsächlich jedoch beschleunigt sich Amazons Mitarbeiter-Wachstum. 2015 kamen doppelt so viele Mitarbeiter dazu wie 2014.

Was heißt das nun für Sie als Aktionär? Es heißt, dass sich doppelt hinschauen lohnt. Es reicht nicht mehr aus, einfach nur Nachrichten zu lesen. Die Nachrichten müssen heutzutage auch hinterfragt werden, um an den wahren Nachrichtenkern zu gelangen.

Das ist nicht immer leicht, doch diese Arbeit nehme ich Ihnen gerne ab. In meinem Klartext-Depot bekommen Sie umfangreich recherchierten Klartext – bei mir fällt niemand auf Fake News herein. Übrigens: Von Amazons enormen Wachstum profitieren meine Leser im Klartext-Depot schon lange.

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Über den Autor Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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