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Aktien: EZB-Bilanz ist größer als das BIP von Deutschland!

Diese Woche hat die EZB einen neuen Meilenstein erreicht, was die Enteignung europäischer Bürger angeht. Die Unternehmensanleihen der Zentralbank haben zum ersten Mal den Wert von 100 Milliarden Euro überschritten. Diese Zahl entspricht knapp dem BIP von Kuwait – der 59-größten Wirtschaft der Erde.

Ein Teil dieser Summe fließt in den Primärmarkt, das heißt die EZB kauft die Anleihen direkt von Unternehmen auf. In anderen Worten…

Die EZB hat schätzungsweise 13 Milliarden Euro direkt in europäische Unternehmen gesteckt

Im englischsprachigen Raum nennt man das auch „corporate welfare“, also Unternehmens-Wohlfahrt auf Kosten der Bürger und Steuerzahler. Das ist aber noch nicht der einzige „Erfolg“ der EZB.

Die Bilanz der Zentralbank liegt inzwischen bei unglaublichen 4,23 BILLIONEN Euro – die EZB ist damit die größte Zentralbank der Welt. Laut der Deutschen Bank entspricht das knapp dem BIP von Japan (4,3 Billionen Euro), der drittgrößten Wirtschaft der Welt. Knapp dahinter, auf dem vierten Platz, liegt Deutschland mit einem BIP von 3,13 Billionen Euro.

EZB_Bilanz2

Blau = BIP von Japan in US-Dollar

Grün = EZB-Bilanz in US-Dollar

Die Bilanz der EZB ist also größer als das BIP von Deutschland!

Erst vor kurzem hatte die Bilanz der EZB zum ersten Mal überhaupt die Bilanz der US-Notenbank FED übertroffen. Diese hat sich seit 2015 bei rund 4 Billionen Euro eingependelt. Jim Reid, Stratege bei der Deutschen Bank kommentierte diese Zahl folgendermaßen:

„Es ist schwindelerregend, über diese Zahlen auch nur nachzudenken.“

Und während die FED bereits die Zinsraten langsam wieder anhebt, ist ein Ende der Geldschwemme der EZB noch längst nicht in Sicht.

Die EZB bereichert sich auf Ihre Kosten als Anleger!

Letztlich bereichert sich die EZB auf Ihre Kosten, denn durch die Geldflut sinkt der Wert des Euro ins Bodenlose – und damit verlieren Sie an Kaufkraft. Laut Berechnungen der Allianz war die Kaufkraft des Euro allein zwischen 1999 und 2011 bereits um 22 % gesunken – und da war die massive Geldschwemme der EZB gerade erst angelaufen!

Es sieht also ganz danach aus, als blüht dem Euro das gleiche Schicksal wie dem US-Dollar. Dieser hat seit der Gründung der FED im Jahr 1913 ganze 98 % seiner Kaufkraft verloren.  Ein US-Dollar ist heute also in 1913-Währung nur noch 2 Cent wert. Und auch der Euro befindet sich auf dem selben Weg.

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