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Vivendi S.A.

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  • ISIN: FR0000127771
  • WKN: 591068
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Chart

Die Vivendi Aktie in der Langzeitbetrachtung

Die Vivendi Aktie zeigt seit einiger Zeit eine deutliche Abwärtsentwicklung. Diese enttäuschende Performance ist fundamental bedingt, denn der französische Mediengigant musste einen gravierenden Gewinneinbruch hinnehmen.

 

Aktienkursentwicklung und Ausblick

Die Aktie des französischen Medienkonzerns wird im Euro Stoxx 50 Index notiert, die Gewichtung dieses Werts liegt derzeit bei 1,35 Prozent.

Nur rund 65 Prozent der Aktien befinden sich im freien Streubesitz. Die restlichen Anteile halten zahlreiche große Investmentgesellschaften und Banken, darunter BlackRock und UBS.

Die schwache Performance des Vivendi Aktienkurses korrespondiert mit der enttäuschenden Entwicklung der Ergebnissituation in den letzten Jahren. Notierte die Vivendi Aktie Mitte 2008 noch deutlich über der 25 Euro Marke, verlor sie in den folgenden Jahren immer weiter an Wert, bis sie Mitte 2012 sogar weniger als 16 Euro kostete.

In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres erfolgte ein weiterer Einbruch auf 13 Euro. Danach setzte eine schwache Erholung ein, derzeit kostet eine Vivendi Aktie rund 15 Euro. Auch die weiteren Aussichten präsentieren sich nicht positiv.

Der französische Telekommunikationsmarkt steckt in einer tiefen Krise, die Vivendi stark belastet. Aus diesem Grund eignet sich diese Aktie nur Anlegern, die langfristig orientiert denken und darüber hinaus Mut zum Risiko besitzen.

 

Langfrist-Chart der Vivendi Aktie für den Zeitraum vom Mai 2003 bis Mai 2013

 

Geschichte und Geschäftstätigkeit

Die Geschichte des größten französischen Medienkonzerns begann im Jahre 1853 als Compagnie Générale des Eaux.

Die Gründung der Gesellschaft erfolgte durch ein staatliches Dekret. Ihre Aufgabe lag darin, die Wasserversorgung der Städte Lyon und Paris sicherzustellen.

Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts begann ein breit angelegter Diversifizierungsprozess, in dessen Verlauf erfolgte im Jahre 1998 die Umfirmierung in Vivendi. Zu dieser Zeit besaß der Konzern neben der Mediensparte mit der Umwelttechnologie einen weiteren Hauptgeschäftsbereich.

Dieser wurde im Jahre 2000 in das rechtlich selbstständige Unternehmen Vivendi Environment ausgelagert, sodass Vivendi heute ausschließlich als internationaler Medien- und Kommunikationskonzern agiert. Dabei erbringt Vivendi Dienstleistungen im Bereich Film, Fernsehen und Musikvertrieb sowie als Telekommunikationsanbieter für Fest- und Mobilnetztelefonie und als Internetprovider.

Heute besitzt Vivendi knapp 89 Millionen Abonnenten. Mit der Tochtergesellschaft Universal kontrolliert das Unternehmen einen großen Teil des internationalen Musikgeschäfts.

Vivendi beschäftigt rund 58.000 Mitarbeiter und wird von Jean-François Dubos als CEO geleitet. Der Sitz des Medienkonzerns befindet sich in der Avenue de Friedland in Paris.

 

Wichtige Finanzkennzahlen

Seit drei Jahren stagnieren die Konzernumsätze auf hohem Niveau. So wurde 2012 ein Umsatzvolumen von 28,99 Milliarden Euro realisiert, das nur unwesentlich über den Umsatzerlösen von 2011 in Höhe von 28,81 Milliarden Euro lag.

Beim operativen Ergebnis kam es sogar zu einem Einbruch um die Hälfte. Während man 2011 noch ein operativen Gewinn von 5,68 Milliarden Euro erzielte, lag dieser ein Jahr später nur noch bei 2,88 Milliarden Euro.

Die Ursache für diesen Ergebnisrückgang liegt vor allem im schwierigen Telekommunikationsgeschäft in Frankreich. Mit Video- und Computerspielen hat der Medienkonzern zwar deutlich mehr Geld verdient, doch dies reichte nicht aus, um die Einbußen im Telefongeschäft zu kompensieren.

Auch die Eigenkapitalquote hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Lag sie Ende 2010 noch bei 40,78 Prozent, waren es am Bilanzstichtag des Vorjahres lediglich 31,03 Prozent. Die Marktkapitalisierung lag Ende 2012 bei 22,95 Milliarden Euro.

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