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Dow Jones: Obama, Dow Jones und Trump

Wie immer montags blicken wir zunächst auf die Dax-Entwicklung der Vorwoche. Vom Freitagsschlusskurs, 20. Januar bis zum Freitagsschlusskurs vom 27. Januar 2017 legt der Dax um 1,58 Prozent zu, nachdem er in der Vorwoche ein Mini-Plus von 0,01 Prozent verbuchen konnte.

Der Deutsche Aktienindex schloss letzten Freitag bei 11.814 Punkten.

Heute habe ich Ihnen einmal einen Chart der ganz anderen Art mitgebracht:

Chart Dax seit 2007

Nur ein kurzer Hinweis: Der Dax stand am 20. Januar 2009 bei 4.239 Punkten. Damals startete Barack Obama sein Amt als US-Präsident. 8 Jahre später, am 20. Januar 2017 endete seine Amtszeit. Der Dax stand an diesem Tag bei 11.630 Zählern.

Unterm Strich ist dies ein Gewinn von 174 Prozent oder eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,45 Prozent in den letzten 8 Jahren!

Ok, offen gesagt, welchen US-Präsi interessiert schon der DAX?

Daher betrachten wir das einmal fair und werfen einen Blick auf den Dow Jones Industrial Average, den amerikanischen und weltweit wohl am meisten betrachteten Index der Welt.

Kurz vorab:

Wie Sie wissen, ist der brandaktuelle POTUS (=President Of The United States) nicht unbedingt ein Fan der Politik seines Vorgängers Obama.

Chart Dow Jones Industrials seit 2007

Sagen wir mal so: WENN der Vorgänger Obama IM NACHHINEIN (zum Beispiel in seinem nächsten Buch …) mit einer ähnlichen Argumentationskette wie sein Nachfolger auftreten wolle, könnte er folgendes behaupten:

„Ok, my friend, look at Dow stock price. I started with 7.365, you start with 19.827 points. I had to manage the biggest financial crisis in our generation, you start with a better situation. I made America greater. So you can make it much more great … Good luck! “

Soll heißen: „Donald, altes Haus, schauen wir mal auf den Dow. Am 20. Januar 2009 wurde ich Präsident. Da stand der wichtigste Index der Welt bei 7.365 Punkten. Damals sagte ich YES WE CAN!

Und damals waren wir mitten in der größten Finanzkrise aller Zeiten! Ein Ende war seriös nicht in Sicht. Am 20. Januar 2017 übergab ich mein Amt. Der Dow stand an diesem Tag bei 19.827.

Die Ausgangslage ist heute um ein Vielfaches besser! Klar ist: Ich machte Amerika großartiger. Jetzt stehen die Chancen gut, dass es noch großartiger wird … Viel Erfolg!“

In Zahlen: In der Amtszeit „Obama“ stieg der Dow von 7.365 auf 19.827 Punkte. Das ist ein Gewinn von 169 Prozent oder bezogen auf die 8 Jahre eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,18 Prozent.

Und ab jetzt soll alles noch besser werden? Oder gar „great again“?

Wegen mir gerne.

Falls Trump dasselbe gelingt wie Obama steht der Dow Jones Industrials in 8 Jahren bei 53.334 Punkten.

Good Luck!

Ernsthaft: Die Börsenwelt bleibt unsicher – auch und gerade auf Allzeithoch der amerikanischen Börsen. Und solange dies so bleibt, drängen sich keine groß angelegten Investments auf.

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Über den Autor Tom Firley

Der gebürtige Kölner Thomas Firley hat in Rosenheim Betriebswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit Anfang 2006 für den Investor Verlag.

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