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IBM Aktie: IBM: Technologieriese erneut Patentsieger

Es ist ein seit jeher beliebtes Thema in Science Fiction Romanen und Filmen: Maschinen, Roboter oder KI-Programme (Künstliche Intelligenz), die die Rollen von Menschen einnehmen, sie nach und nach ersetzen und so schrittweise die Macht übernehmen.

Ganz so umfassend wie in den vielfach beschriebenen Horrorszenarien ist das zwar bislang in der Realität nicht angekommen, doch der Trend zur Automatisierung lässt sich nicht leugnen. Die Zeiten von Big Data, selbstfahrenden Autos und maschineller Fertigung sind längst angebrochen.

Gerade bei Produktionsprozessen lässt sich schon seit Jahrzehnten beobachten, wie Roboter immer mehr Aufgaben in den Fabriken übernehmen und die Zahl einfacher Fließbandarbeiter reduziert wird.

IBM-Programm Watson: Künstliche Intelligenz erobert Arbeitsmarkt

Kognitive Arbeitsprozesse obliegen dagegen bisher noch meist dem Menschen – doch auch das könnte sich nun ändern. IBM hat eine Software mit Namen „Watson“ entwickelt, die nach Unternehmensangaben „denken kann wie ein Mensch“. Das Programm soll demnach imstande sein, Texte, Bilder sowie Audio- und Videodaten zu analysieren und auszuwerten.

Diese Funktionen will nun eine japanische Versicherungsfirma für sich nutzen. Medienberichten zufolge plant die Fokoku Mutual Life Insurance die Installation des Systems für rund 1,6 Millionen Euro. Eine auf den ersten Blick hohe Investition, die sich jedoch schon nach zwei Jahren amortisiert haben soll – denn im Gegenzug wird rund ein Drittel der Belegschaft entlassen.

Die Firma verspricht sich durch die Implementierung von Watson eine Zeitersparnis sowie eine Produktivitätssteigerung von 30 Prozent und eben die drastische Senkung von Personalkosten. Sollte das Experiment gelingen und über Japan hinaus Schule machen, wären künftig nicht nur Beschäftigte in industriellen Fertigungsprozessen davon bedroht, durch Roboter ersetzt zu werden, sondern zunehmend auch Sachbearbeiter und Büroangestellte, die sich bislang noch vergleichsweise sicher wähnten.

IBM Aktie auf Erfolgskurs

Der Hersteller IBM profitiert seinerseits durch die fortwährend anfallenden Wartungskosten, die bei etwa 10.000 Euro pro Monat und Kunde liegen. Doch auch darüber hinaus befindet sich das US-Unternehmen auf Erfolgskurs.

Die IBM Aktie hat auf Jahressicht um rund 28 Prozent zugelegt. Zuletzt kostete das Papier etwa 160 Euro oder knapp 170 US-Dollar. Im vergangenen Jahr konnte IBM mit einer Umsatz- und Gewinnentwicklung punkten, die oberhalb der durchschnittlichen Markterwartungen lag. Auch die Dividende soll weiter steigen, was zusätzlich Anleger anlocken dürfte.

Außerdem war IBM 2016 zum 24. Mal in Folge Rekordhalter, was die Erteilung neuer US-Patente anging. Im Schnitt gingen pro Tag 22 Patente an Mitarbeiter des Technologiekonzerns. Diese deckten vielfältige Bereiche ab, neben der Künstlichen Intelligenz waren beispielsweise auch Patente in den Bereichen Cloudtechnologie und Netzwerksicherheit zu finden. 582 der Patente stammten von Mitarbeitern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Über den Autor Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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