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Dieser Corona-Profiteur verdient Ihre Aufmerksamkeit

Inhaltsverzeichnis

Omikron gibt der Corona-Pandemie eine neue Dynamik. Ende Dezember wurden mehr als 6,5 Millionen Infektionen weltweit nachgewiesen – der höchste Wochenwert seit Pandemiebeginn.

Tests und Einschränkungen werden uns wohl noch eine Weile begleiten. Was einerseits traurig ist, könnte jedoch so manches Anlegerherz erfreuen, wenn auf sogenannte Corona-Profiteure gesetzt wird.

Interessierte Investorinnen und Investoren wissen jedoch, dass es schwer fällt, attraktive Corona-Profiteure aufzuspüren. Die einen Unternehmen sind klein und damit risikoreich, die anderen sind teuer bewertet. Deshalb lohnt ein Blick auf Roche, dem zweitgrößten Pharmakonzern der Welt mit Sitz in der Schweiz. Der Börsenwert des Unternehmens liegt bei 320 Milliarden Euro, das entspricht ungefähr dem 21-fachen des Gewinns. Definitiv kein Schnapper, aber nicht überteuert, insbesondere wenn Sie sich die Zahlen der Konkurrenten anschauen. Bei Abbott Laboratories liegt das KGV beispielsweise bei 28.

Wie kommt es zu der günstigen Bewertung?

Sicherlich stellen Sie sich jetzt die Frage, warum Roche im Vergleich zu anderen Pharma-Unternehmen günstiger bewertet ist. Um das zu verstehen, sollten wir einen Blick auf die Firmengeschichte werfen.

Roche verdiente das erste große Geld mit industriell hergestellten Vitaminen und feierte in den 1960er-Jahren den ersten großen Pharma-Durchbruch mit Valium. Von 1968 an war das Beruhigungsmittel rund zehn Jahre lang weltweit das meistverkaufte Medikament.

In den 2000er-Jahren hatte Roche die Erkenntnis, dass das Geschäft mit Blockbuster-Medikamenten die höchsten Umsätze einbringt. Weniger ertragsstarke Geschäfte wie das mit den Vitaminen oder das mit Düften wurden verkauft. Die Einnahmen wurden vor allem in Biotech gesteckt, also in die Entwicklung forschungsgetriebener Medikamente.

Seitdem Roche sich verstärkt auf den Biotech-Bereich konzentriert, brachte das Unternehmen neue Blockbuster-Medikamente auf den Markt, zum Beispiel für Krebserkrankungen oder Multiple Sklerose (MS). Allerdings haben Firmen, die forschungsgetriebene Medikamente entwickeln, ein grundsätzliches Problem: Mit diesen Medikamenten lässt sich das große Geld verdienen, solange die Entwicklungsfirma das Patent hat. Läuft eben dieses ab, steigen andere Unternehmen ein und produzieren zu einem günstigeren Preis. Die Umsätze brechen ein, wenn nicht rechtzeitig neue Medikamente auf den Markt kommen.

Geschäft mit Corona-Tests boomt

Genau das ist Roche passiert. Die Patente für drei wichtige Krebsmedikamente sind abgelaufen. Aus diesem Grund ist der Umsatz im Pharma-bereich um 3 Prozent geschrumpft. Im Diagnostik-Bereich konnte Roche jedoch, unter anderem wegen der Herstellung von Corona-Tests, mit einem Plus von 40 Prozent glänzen. Zudem hat das Unternehmen aussichtsreiche Medikamente in der Pipeline. Experten stellen deshalb Rekordumsätze in Aussicht.

Für eine Wette auf Pharma im Allgemeinen, mit der zusätzlichen Spezifizierung, dass der Bedarf an Corona Tests bleiben oder vielleicht sogar steigen wird, ist Roche eine interessante Wahl.

Dividende gibt es noch obendrauf, zuletzt lag die Rendite bei 2,2 Prozent, Tendenz steigend, denn in den letzten 34 Jahren hat Roche die Dividende ohne Unterbrechung angehoben.