MenüMenü

Aktien: Die nächste Subprime-Krise ist da! Aber es ist nicht der Immobilienmarkt!

Eigentlich wollte ich heute weiter auf das düstere Geheimnis der Aktienmarktblase eingehen. Aber schon erreichen mich Nachrichten von der nächsten Blase. Allein diese Aussage über multiple Blase an den Kapitalmärkten zeigt Ihnen: Es ist nicht 5 Minuten vor 12. Es ist 2 Minuten vor 12. Und die Uhr tickt erbarmungslos runter…

Eine Blase kann die Börse normalerweise gerade noch wegstecken. So wie 1998 mit der Schieflage des Hedgefonds LTCM. Oder dem Platzen der New Economy-Blase. Damals zerstörte es die überteuerten High-Tech-Aktien. Aber dafür fing das Comeback der Old Economy-Werte den Kapitalmarkt auf.

Aber mehrere Blasen, die in kurzer Folge unmittelbar nacheinander platzen – so wie wir es jetzt erleben werden…dem werden die Kapitalmärkte und auch die Wirtschaften einfach nicht standhalten. Deshalb wird dieser Knall wesentlich schlimmer werden als bei der Finanzkrise 2008/09 oder dem Crash der New Economy-Blase 2000/01.

Denn neben der unstrittigen Blase an den Aktienmärkten, taucht laut Bloomberg das hässliche „Subprime-Monster“ in der US-Wirtschaft wieder auf. Aber: Dieses Mal ist es (noch) nicht der Immobiliensektor. Es ist der Automobilsektor. Das ist extrem gefährlich, weil die Automobilbranche und seine Zulieferer traditionell extrem viele Arbeitsplätze beheimaten. Sie wissen worauf ich hinaus will – und das Szenario sieht leider gar nicht gut aus. Sowohl für die USA als natürlich auch für Sie in Deutschland.

Der amerikanische Automarkt ist eine tickende Subprime-Zeitbombe!

Eine Subprime-Krise im Automobilsektor klingt nicht so schlimm. Denn Kredite für Autos sind wesentlich geringer als für Immobilien. Aber der Dominoeffekt ist horrend! Denn wenn die Kunden bei den Zahlungen Ihrer Autokredite in Verzug geraten, führt dies sofort zu negativen Konsequenzen ihrer Krediteinstufung (sprich: höhere Zinsen).

Dies wird Konsequenzen für den Konsumsektor haben – was ein ernsthaftes Problem für die US-Wirtschaft ist. Denn der Konsum ist die tragende Säule der amerikanischen Volkswirtschaft. Zudem wird der Gebrauchtwagensektor boomen – was wiederum extrem schlecht für die Autobauer ist. Dann fällt der nächste Dominostein der Krise: Es wird zu unvermeidbaren Entlassungswellen bei den Autobauern und deren Zulieferern kommen.

Da sprechen wir nicht einigen hundert Jobs, was in sich schon schlimm genug ist. Da sprechen wir von tausenden Jobs. Diese Folgen werden für den amerikanischen Konsum- und Immobilienmarkt sehr schwerwiegend sein. Deshalb mache ich schon seit geraumer Zeit auf diese dramatische Entwicklung aufmerksam.

Um die eigene Autoproduktion anzufeuern, wurde in den vergangenen Jahren so ziemlich jeder Bewerber von Autokrediten einfach durchgewunken. Doch jetzt wird Zeche gezahlt (in diesem Fall die Kredite) – und das können immer mehr Kreditnehmer nicht.

Der Tsunami des „Automarkt-Subprime“ klingt pro Person nicht spektakulär. Aber insgesamt besitzt der Markt für Autokredite in den USA ein Volumen von 1,1 Billionen USD (mit einem „B“). Der Markt für ungedeckte Kredite beläuft sich auf 300 Mrd. USD! Die Krise kommt.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

Regelmäßig Analysen über Aktien erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Jim Rickards. Über 344.000 Leser können nicht irren.