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Münchener Rück Aktie: Munich Re macht Ruf als Dividendenperle alle Ehre

Eine verlässliche, im besten Fall konstant steigende Dividendenausschüttung gilt in Zeiten niedriger bzw. sogar negativer Zinsen mehr denn je als ein wichtiges Argument für ein Investment in Aktien.

Auch der deutsche Leitindex DAX bietet in dieser Kategorie eine hübsche Zahl von Kandidaten. Neun Indexmitglieder haben in den vergangenen zehn Jahren ihre Dividende stets mindestens konstant gehalten.

Einer steht sogar unmittelbar davor, in die Riege der Dividenden-Aristokraten aufgenommen zu werden.

Der Gesundheitskonzern Fresenius steigerte seinen Gewinn in den ersten neun Monaten 2016 um 14% und dürfte für das abgelaufene Geschäftsjahr entsprechend genug Geld für die 24. Dividendenerhöhung in Folge in der Kasse haben. Ab 25 gilt ein Unternehmen unter Börsianern als Aristokrat.

Fresenius könnte es also im Idealfall im Jahr 2018 als erster DAX-Konzern in die Adelsriege schaffen. Die Hauptversammlung des Bad Homburger Unternehmens findet am 12. Mai 2017 statt.

Die stimmberechtigten Aktionäre entscheiden hier über die Höhe der Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr. Für das Jahr 2015 hatte Fresenius seinen Anteilseignern eine Dividende in Höhe von 0,55 Euro je Aktie gezahlt (2014: 0,44 Euro).

Munich Re: Traditionskonzern mit nachhaltiger Dividendenqualität

Genaueres in Sachen Dividendenpolitik weiß man schon bei dem Versicherungsriesen Munich Re. Das Wichtigste gleich vorab: Der Konzern bleibt eine Dividendenperle! Die Münchner überzeugen durch ihre nachhaltige Dividendenqualität.

Das ist weit mehr als eine hohe Rendite. Sie steht für langfristige Kontinuität, eine ausgewogene Payout-Quote und die Dynamik der Ausschüttung.

Das 1880 gegründete Versicherungsunternehmen ist eines von nur fünf DAX-Konzernen, welches seine Dividende seit über einem Vierteljahrhundert nicht gesenkt hat und über Jahre zu den renditestärksten Titeln auf dem deutschen Kurszettel gehört.

Doch Munich Re steht auch vor herausfordernden Zeiten. Zinstief, Preiskampf und immer mehr branchenfremde Konkurrenz: Für den Rückversicherer geht es zunehmend ans Eingemachte.

Das Management rund um Vorstandschef Nikolaus von Bomhard steht vor der Herausforderung, das Geschäftsmodell des Konzerns neu aufzustellen. Neue Versicherungsfelder müssen her, neue Risiken, in die Branchenneulinge nicht so leicht eindringen können.

Rückläufiger Gewinn in 2016

Heute Morgen haben die Bayern ihre Zahlen zum zurückliegenden Geschäftsjahr bekanntgegeben. Ein anhaltender Preiskampf und die Sanierung der Tochtergesellschaft Ergo haben dem weltgrößten Rückversicherer 2016 einen Gewinneinbruch beschert.

Unter dem Strich stand ein Überschuss von 2,6 Mrd. Euro und damit etwa 16% weniger als ein Jahr zuvor und auch weniger als von Analysten erwartet. Die Schäden durch Hurrikan „Matthew“ und das Erdbeben in Neuseeland hätten im vierten Quartal zusammen mit fast einer halben Milliarde Euro zu Buche geschlagen, hieß es.

Auch im Gesamtjahr sind die Großschäden deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr – die Gesamtbelastung kletterte von 1,0 auf 1,5 Mrd. Euro. Die in der Versicherungsbranche viel beachtete Schaden-Kosten-Quote lag über das gesamte Jahr bei 95,7% (2015: 89,7%) der verdienten Nettobeiträge, im vierten Quartal belief sie sich auf 101,9% (2015: 78,6%).

Munich Re erhöht Dividende um 4,2% auf 8,60 Euro

Angesichts des Geschäftsverlaufs im vergangenen Jahr ist die von Munich Re auch weiterhin beibehaltene großzügige Ausschüttungspolitik keineswegs selbstverständlich. Denn trotz des Gewinnrückgangs will der Konzern die Dividende von zuletzt 8,25 auf 8,60 Euro je Aktie erhöhen.

Das ist ein Plus von 4,2% im Vergleich zum Vorjahr. Die Steigerung fällt damit höher aus als von Experten vorausgesagt, die im Schnitt mit einer Ausschüttung von 8,49 Euro je Aktie gerechnet hatten. Munich Re macht dem Ruf als Dividendenperle also einmal mehr alle Ehre.

„Munich Re bleibt seiner aktionärsfreundlichen und nachhaltigen Dividendenpolitik treu. Wir sind überzeugt, dass wir das jetzt erreichte Dividendenniveau auch in Zukunft halten und in der Tendenz weiter ausbauen können“, sagte Jörg Schneider, Finanzvorstand des Konzerns.

Doch auch die großzügige Dividendenpolitik des DAX-Schwergewichts kann kurzfristig die Stimmung der Anleger nicht aufhellen. Die Munich Re-Aktie gab heute zwischenzeitlich bis auf 171,65 Euro nach. Und auch auf Jahressicht müssen die Anleger tapfer sein: Das Papier hinkt mit einem Plus von nur 2,1% dem DAX hinterher, der im gleichen Zeitraum 28,2% zulegte.

Chart: Munich Re-Aktie

Chart_Munich Re

(Quelle: comdirect.de)

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Über den Autor
Kathrin Dörfeld

Kathrin Dörfeld betreut als Redakteurin den neuen Dienst Aktien Daily.

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