MenüMenü

HeidelbergCement Aktie: HeidelbergCement: Auffällige Insiderkäufe beim Trump-Profiteur   

Auffällig hohe Insiderkäufe gab es am Freitag bei dem im DAX gelisteten Zementhersteller HeidelbergCement zu beobachten. Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH, welche in enger Beziehung zu Aufsichtsratsmitglied Ludwig Merckle steht, hat über 1 Mio. Aktien des Baustoffkonzerns für satte 120 Mio. Euro erworben.

Insiderkauf: HeidelbergCement

13.01.2017Spohn Cement Beteiligungen GmbHJuristische Person1.400.00086,01120.414.000

Deutet der massive Insiderkauf auf glänzende Aussichten bei den Heidelbergern hin? Dank Donald Trump könnte die USA vor einem Bauboom stehen. Wie groß ist das Kuchenstück, das HeidelbergCement vom Aufschwung in Übersee abbekommen könnte?

Potenzieller Trump-Profiteur

HeidelbergCement zählt zu den weltweit führenden Herstellern und Händlern von Zement, Beton und Baustoffen. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in rund 60 Ländern mit 63.000 Mitarbeitern und über 3.000 Standorten. Im Jahr 2015 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 13,5 Mrd. Euro einen Jahresüberschuss von 983 Mio. Euro.

Sie erinnern sich sicher alle noch: Der nun kurz vor seiner Amtseinführung stehende neue Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat im vergangenen Jahr während seiner fragwürdigen Wahlkampfexzesse für viel Gesprächsstoff gesorgt.

Highlight von Trumps verbalen Entgleisungen war unter anderem die Ankündigung eines Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko. Während die meisten Stimmen zu dem Vorhaben eher negativ ausfielen, sah man in Heidelberg jedoch auch Positives…

Denn würde die Mauer tatsächlich errichtet, wäre das DAX-Schwergewicht mit seinen Werken in Texas und Arizona einer der größten Profiteure. Doch auch ohne diesen eher fragwürden Großauftrag in Mexiko – denn seien wir mal ehrlich, wie hoch stehen die Chancen, dass Trumps Mauerplänen tatsächlich Taten folgen werden? – dürfte das US-Geschäft des Konzerns von dem Kurs des künftigen Staatsoberhauptes profitieren.

Zum einen dürften Trumps angekündigte Investitionen in die Infrastruktur für Auftrieb in der gesamten Baustoffbranche der USA sorgen. Zum anderen spielt den Heidelbergern der starke Dollar in die Karten – rund 27% seiner Erlöse macht der Konzern in Nordamerika einschließlich Kanada.

Gut zu erkennen ist im Fünf-Jahres-Chart der HeidelbergCement-Aktie, wie das Papier, am Tag als Donald Trump als Sieger im Rennen um das oberste Amt der USA hervorging, einen Freudensprung auf über 92 Euro vollzog. Seither hat die Aktie wieder einige Zähler abgeben müssen: aktueller Kurs 84,89 Euro.

Chart: HeidelbergCement-Aktie

Chart_HeidelbergCement

(Quelle: comdirect.de)

Eingliederung von Italcementi verläuft schneller als erwartet

Werfen wir einen Blick auf die Geschäfte diesseits des Atlantiks. Hier wurde im dritten Quartal 2016 die Übernahme des italienischen Konkurrenten Italcementi abgeschlossen.

Der 3,7 Mrd. Euro schwere Deal belastet derzeit die Bilanz: Die Nettoverschuldung ist um 2,9 auf 8,9 Mrd. Euro angewachsen. Der Umsatz sank um 2% auf 4,5 Mrd. Euro.

Positiv: Die Eingliederung von Italcementi verläuft schneller als erwartet. Außerdem ist Konzernlenker Bernd Scheifele sehr zuversichtlich, das anvisierte Synergieziel von 400 Mio. Euro zu überbieten.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Kathrin Dörfeld

Kathrin Dörfeld betreut als Redakteurin den neuen Dienst Aktien Daily.

Regelmäßig Analysen über Aktien erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Kathrin Dörfeld. Über 344.000 Leser können nicht irren.