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Fresenius Aktie: Fresenius übertrifft Erwartungen und erhöht Gewinnprognose

Für Fresenius war es ein guter Start ins neue Jahr. Der Gesundheitskonzern konnte im abgelaufenen ersten Quartal ordentlich punkten, wie ein Blick auf die Geschäftsbilanz zeigt.

Demnach stieg der Gewinn des Unternehmens im Zeitraum von Januar bis Ende März auf 457 Millionen Euro an und wuchs damit um mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Übernahme des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud. 5,8 Milliarden Euro hat der Dax-Konzern für den Deal auf den Tisch gelegt, der Ende Januar abgeschlossen werden konnte.

Starke Zahlen in Q1

Wie sehr sich der Zukauf auszahlt, zeigt sich vor allem mit Blick auf die Margen: Der Gewinn fällt bei den Spaniern im Direktvergleich deutlich höher aus. Zugerechnet wird Quironsalud der Fresenius-Sparte Helios, deren Gewinn dadurch um 46 Prozent zulegen konnte.

Ähnlich gut lief es – zumindest auf den ersten Blick – auch für die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC), die eigenständig an der Börse notiert und ebenfalls im Dax gelistet ist. Auch FMC verbuchte im ersten Quartal einen Gewinnsprung von satten 45 Prozent auf 308 Millionen Euro.

Allerdings zahlten sich dabei vor allem um Währungs- und Einmaleffekte aus, wie etwa eine Nachzahlung für die Behandlung von US-Kriegsveteranen. Zudem folgt das Ergebnis auf eine längere Durststrecke.

Auch für die Generikasparte Kabi lief es zuletzt wieder besser. Um 10 Prozent kletterte der Gewinn nach einem Rückgang Ende letzten Jahres.

Prognose angehoben, Anleger zufrieden

Unterm Strich kann man bei Fresenius zufrieden sein mit dem Ergebnis des Auftaktquartals, zumal auch die Gewinnprognose für das Gesamtjahr auf dieser Basis leicht nach oben korrigiert wurde: Ging der Vorstand bislang von einem währungsbereinigten Wachstum in der Spanne von 17 bis 20 Prozent aus, zeigt man sich nun etwas optimistischer und rechnet mit einem Plus von 19 bis 21 Prozent.

Die Anleger honorierten die guten Nachrichten umgehend mit einem kräftigen Kursanstieg: Innerhalb eines Monats hat die Fresenius Aktie um knapp 5 Prozent zugelegt, auf Jahressicht notierte sie zuletzt rund 25 Prozent höher und lag Ende der Woche bei rund 80 Euro.

Fresenius Aktie: Geht da noch mehr?

Allerdings gehen die Meinungen der Analysten hinsichtlich des weiteren Kurspotenzials auseinander. Viele sehen das Papier im Bereich zwischen 70 und 80 Euro als fair bewertet an und empfehlen, die Fresenius Aktie zu halten, darunter die Experten von HSBC (Kursziel: 70 Euro), UBS (74 Euro) oder Goldman Sachs (75 Euro).

Ebenso gibt es jedoch auch Stimmen, die nach der jüngsten Aufholjagd weiteres Aufwärtspotenzial sehen und die Aktie zum Kauf empfehlen, darunter Analysten von Morgan Stanley (83 Euro), der Deutschen Bank (85 Euro) und der Commerzbank (86 Euro). Das höchste Kursziel stammt derzeit von der Société Générale: Sie traut der Fresenius Aktie einen Anstieg auf 100 Euro zu.

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Über den Autor
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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