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Dax 30: Dax: Kommt der nächste Korrekturschub?

Der Deutsche Aktienindex fiel von 12.733 auf 12.325 Punkte.

Betrachten wir das in den Medien betitelte „Gemetzel“ einmal mit der eher langfristigen Brille:

Chart Dax seit 2009

Blau: Dax

Rot: 256-Tage-GD

Schwarz: 60-Tage-GD

Wie Sie im langfristigen Chart erkennen (seit Beginn der laufenden – wenn auch erstaunlichen – Aufwärtsbewegung), ist der aktuelle Dax-Ausrutscher kaum erkennbar. Es gab unzählige solcher 3-Prozent-Abwärtsbewegungen.

Aber natürlich, auch größere Korrekturen (wie 2011 oder 2015) beginnen mit einem kleinem Kursausrutscher. Das sollten wir nicht außer Acht lassen und jeder möglichen Bedrohung mit dem nötigen Respekt gegenüber treten.

Schauen wir uns das kurzfristige Bild an:

Chart Dax seit November 2016

Blau: Dax

Rot: 256-Tage-GD

Schwarz: 60-Tage-GD

Freilich, seit Beginn der Beginn der Rally im November 2016 schaut der aktuelle Rücksetzer etwas dramatisch aus.

Und eines ist auffällig: Die letzten Seitwärtsbewegungen (siehe grüne Rechtecke) wurden jeweils mit einer Rally belohnt. Die aktuelle, etwas längere Seitwärtsphase jedoch mündete in einer Abwärtsbewegung.

Was tun in solch einer Phase?

Natürlich kann sich das ganze Geplänkel als (sinnvolles) Ausatmen entpuppen und die Aufwärtsbewegung geht weiter (oder eben im schlimmeren Falle die Seitwärtsbewegung.

Andererseits kann diese Abwärtsbewegung natürlich – nach einer kurzen Gegenreaktion der Bullen – auch wieder an Fahrt gewinnen und wichtige Unterstützungen nach unten durchbrechen.

Ich persönlich betrachte die Marke um 12.300 Punkte als essentiell für die nächsten Dax-Weichenstellungen.

Für mögliche Abwärtsbewegungen habe ich Ihnen kürzlich eine mögliche Vorgehensweise mitgebracht. Hier noch einmal die Möglichkeiten einer Absicherung als Kurzfassung:

Absicherungen können sinnvoll sein.

An der Börse geht es (außer beim automatischen Computer-Handel …) nicht um Zehntelsekunden. Jedoch können aus vorherigen Gewinnen auch schnell Verluste werden …

Dagegen gibt es zwei Mittel:

1.) Stopps setzen

Wie Sie wissen, gehe ich bei mittelfristigen Spekulationen ohne Stopps kaum aus dem Haus. Wenn ich in meinem Aktien-Trader eine Aktie empfehle und diese fällt danach um 10 oder (maximal) 12 Prozent, dann muss ich eben zugeben, dass mein Einstieg offensichtlich falsch war und ich steige aus. Da ich nie mehr als 2,5 bis höchstens 5 Prozent der Depotsumme je Einzelwert einsetze, kann so – weder für meine Leser, noch für mich – viel anbrennen.

Ziel ist natürlich diese schlechten Einstiege im Zaum zu halten und die Gewinner-Einstiege auszureizen bzw. überwiegen zu lassen. Bislang ist uns das recht gut gelungen …

2.) Absicherung über „Short-Spekulationen“

Wenn Sie ein volles Depot haben und die Börsenlage als wacklig einschätzen, können Sie sich eine Short-Spekulation via Zertifikat oder Optionsschein ins Depot legen.

Der Vorteil: Diese Spekulation gewinnt, wenn die Börse bzw. der Basiswert (wie Dax, Dow oder auch MDax) der Spekulation fällt. Gleichzeitig verlieren dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (da die Börse ja fällt  …) die Aktie in Ihrem Depot.

Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche: Sollte die Börse eben nicht fallen, dann werden auch Ihre Werte in Ihrem Depot gewinnen … und die Spekulation wird verlieren.

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Über den Autor
Tom Firley

Der gebürtige Kölner Thomas Firley hat in Rosenheim Betriebswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit Anfang 2006 für den Investor Verlag.

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