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Dax 30: DAX Analyse: Es wird eng für die Bullen

Beim DAX deutet leider weiterhin nichts auf die „übliche“ Jahresendrally hin, was die Eintrittswahrscheinlichkeit einiger bärischer Szenarien deutlich erhöht.

Oberhalb von 13.000 Punkten sind die Bullen noch im Spiel

Ich bleibe zwar bei meiner früheren Aussage, dass die Bullen oberhalb von 13.000 Punkten weiterhin im Spiel bleiben und damit auch die Kursziele bei 14.100 und 15.100 Punkten aktiv bleiben. Aber:

Das Risiko eines ausgedehnten Umweges über die 12.500er Marke steigt mit jedem Tag, an dem sich keine Anschlusskäufer finden. Die Bullen hatten sogar schon den Ausbruch über den kurz-und mittelfristig wichtigen Widerstand bei 13.200 Punkten geschafft.

Doch sie konnten aus dieser Steilvorlage bisher keinerlei Nutzen ziehen. Die fehlenden Anschlusskäufe drückten den DAX wieder deutlich unter diese Marke.

Die Gefahr einer ausgedehnten Korrektur steigt mit jedem Tag

Damit besteht weiter die Gefahr, dass es sich bei dem gescheiterten Ausbruchsversuch um eine Bullenfalle handelt, die alsbald den Rutsch unter 13.000 Punkte zur Folge hat.

In diesem Fall wäre auch der Aufwärtstrend seit Ende August Geschichte. Es würde vermutlich zu einer Stopp-Loss-Welle kommen, die den DAX in den Bereich der 200-Tagelinie bei 12.500 Punkten zurückdrängt.

Positiv wäre dann zumindest, dass man von einer Marktbereinigung ausgehen könnte. Negativ wäre die Tatsache, dass das Aufwärtsmomentum wieder völlig neu aufgebaut werden müsste.

Ob das gelingt, hängt dann entscheidend von der Verfassung der Wall Street ab. Und diese schauen wir uns in meiner Analyse morgen an.

DAX Tageschart: Es wird eng für die Bullen

dax

Ich rechne mit einem Ausrutscher beim DAX

Für die nächsten Tage rechne ich nicht mehr mit großen Bewegungen beim DAX. Die Entscheidung, ob der DAX direkt in die nächste Rally in Richtung 14.100 Punkte startet, fällt voraussichtlich erst im neuen Jahr.

Aktuell bremst der politische Stillstand und die Aussicht auf die Neuauflage einer Großen Koalition samt vier weiteren Jahren Destabilisierungspolitik mit der alten Besetzung.

Ich wage die Prognose, dass die Börsen einer CDU-Minderheitsregierung wesentlich mehr positive Aspekte abgewinnen könnten. Die Entscheidung über eine Regierungsbildung fällt allerdings (frühestens) erst Mitte Januar.

Das könnte zu spät für eine direkte DAX-Rally sein. Daher rechne ich mit einem heftigen Ausrutscher unter 13.000 Punkte beim DAX. Das muss jedoch kein Beinbruch sein.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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