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Dax 30: DAX-Analyse: Der Anfang ist gemacht

Der DAX konnte sich gestern im Zuge einer seit Freitag andauernden Kurserholung an der Wall Street stabilisieren. Er riss dabei eine Kurslücke bei 12.100 Punkten auf, die immer noch offen ist.

Sollte diese auch in den nächsten Tagen offenbleiben, bestehen gute Chancen, dass es sich hier um eine Ausbruchslücke handelt. Eine solche würde eine Rally auf neue Allzeithochs starten. Das klingt derzeit ziemlich „unglaublich“, doch die Bullen haben diese Chance.

Mindestvoraussetzungen für einen Boden erfüllt!

Im Tageschart ist es kaum zu erkennen, aber wir haben die Mindestvoraussetzungen für einen (beginnenden) Boden bereits vorliegen! Ein erstes Paniktief bei 12.200 Punkten wurde nochmals getestet und leicht unterschritten. Dieser zweite „Ausrutscher“ wurde sofort gekauft, was einen kleinen Doppelboden ermöglicht.

An der Wall Street sieht das Ganze natürlich viel schöner und vielversprechender aus. Erwarten Sie aber nicht, dass es jetzt ebenso schnell aufwärtsgeht wie es zuvor abwärtsging. Von neuen Kaufsignalen sind wir noch weit entfernt.

Die Börsianer-Kollegen sind immerhin stark verunsichert und verkaufen immer noch. Der VDAX ist immer noch hoch, was eine große Schwankungsbreite indiziert.

„Eliten“ leider noch zu gelassen

Negativ ist zudem die Tatsache, dass die „Eliten“ noch nicht in Panik verfallen sind. Das ist eigentlich Voraussetzung für einen tragfähigen Boden.

IWF-Chefin Christine Lagarde zeigte sich zuletzt „unbesorgt“ und bezeichnete die jüngsten Kurseinbrüche an den Aktienbörsen laut CNBC sogar als „willkommene Korrektur“. Das Wachstum der Weltwirtschaft sei stark und die Finanzierungsmöglichkeiten ausreichend, so Lagarde am Sonntag auf einer Konferenz in Dubai.

Ein Boden hätte wesentlich bessere Chancen, wenn diese Kreise ordentlich Panik schieben würden und hektisch geldpolitische Lockerungen in Aussicht stellen. So erinnert das Ganze eher an die Beruhigungspillen, die von den gleichen Heinis zu Beginn der Finanzkrise Ende 2007 verteilt wurden.

Bodenbildung wird ein hartes Stück Arbeit, neue Tiefs sind Kaufkurse!

Dennoch glaube ich an einen nahen Boden an den Börsen. Meine Indikatoren schreiben regelrecht danach. Doch die nächsten Wochen werden nochmals ein Kampf. Je nachdem, wie sich die Bullen schlagen, haben wir „das Tief“ beim DAX am Freitag gesehen oder wir testen es nochmals.

Ich räume der zweiten Variante mit einer kurzzeitigen „11“ ganz vorn beim DAX die größere Wahrscheinlichkeit ein, würde mich aber auch nicht wundern, wenn keine weiteren Tiefs mehr kommen.

DAX Tageschart: Der Anfang ist gemacht!

http://stockcharts.com/c-sc/sc?s=%24DAX&p=D&yr=0&mn=7&dy=19&i=t89799735430&a=467147526&r=1518505997470

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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