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Dax 30: DAX 30 Analyse: Vorsicht, Glatteis!

Irgendwann geht jede Party zu Ende. Beim DAX ist das offenbar jetzt der Fall. Nun gut, man sollte nie einen angeschossenen Bullen unterschätzen.

Aber das, was die DAX-Bullen in den letzten zwei Handelstagen abgeliefert haben, spricht Bände. Bände der Schwäche, sozusagen. Gestern schrieb ich Ihnen noch: Vergessen Sie den DAX, kaufen Sie Gold. Das dürfte sich bereits für Sie ausgezahlt haben….

Das neue Jahreshoch der vergangenen Woche bei 11.900 Punkten wurde direkt wieder abverkauft. Es könnte das vorerst letzte vor einer längeren Korrekturphase gewesen sein. Da haben die Dummies gekauft. Die jetzt gegrillt werden.

Vorbote der DAX-Korrektur: Bullenfalle im äußerst kritischen Bereich

Pikanterweise wird hier nicht nur ein markantes Hoch wieder verkauft. Sondern dieses liefert gleichzeitig einen großen Fehlausbruch an einer einjährigen Trendkanal-Oberkante mit. Was die Bullenfalle noch kritischer macht.

Garniert wird der ganze Salat noch mit knackigen negativen Divergenzen der Indikatoren, die bereits vor Wochen ihre Gefolgschaft eingestellt haben.

Hinzu kommt eine saftige Monats-Kerze mit Trendwende-Charakter („Shooting Star“ mit 400 Punkte langem Docht). Wenn das alles nicht für eine saftige Korrektur reicht, was dann?

DAX Tageschart: Bullenfalle im äußerst kritischen Bereich – Korrektur!

dax (13)

Das wahrscheinlichste Szenario ist zunächst ein weiterer Abverkauf in Richtung 11.300 Punkte, gefolgt von einer kleineren Stabilisierung. Danach ist die eigentliche Korrektur in Richtung 10.800 Punkte oder darunter zu erwarten. Ich freue mich schon auf die künftigen Schlagzeilen „Trump schickt Aktien in den Keller“ etc.

Die Korrektur ist längst überfällig

Ganz ehrlich: Die Korrektur war längst überfällig. Sie entspringt einzig und allein der Leichtsinnigkeit der Anleger insbesondere im Dezember und Januar. Es würde sie auch geben, wenn Mickey Mouse US-Präsident wäre.

Wer meint, dass große Bewegungen an den Märkten von der Politik erzeugt und am Leben gehalten werden können, der überschätzt die Macht der Politik gewaltig (Notenbanken ausgenommen).

Seitwärts oder abwärts?

Doch völlig chancenlos sind die Bullen nicht. Gelingt Ihnen ein weiteres Jahreshoch, ist zumindest das Szenario einer scharfen Korrektur vom Tisch. Dann kommt die angenehmere, aber langwierigere Seitwärts-Variante ins Spiel (siehe August bis November 2016).

Eine Rallyfortsetzung halte ich mit der gegenwärtigen Ausgangslage für fast ausgeschlossen. Dazu ist auch die US-Leitbörse bereits zu sehr angeknackst. Nur im Jahr 2013 gelang den Bullen das Kunststück, trotz ähnlicher Warnsignale wie jetzt die Rally weiter am Laufen zu halten.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

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Über den Autor Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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