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Dax 30: Darauf sollten Sie bei den Brexit-Verhandlungen achten

Großbritannien ist unser wichtigster Exportmarkt in Europa und einer der wichtigsten Absatzmärkte für deutsche Produkte weltweit. Vom deutschen Außenhandel gehen allein 7,5% nach Großbritannien.

Achten Sie als DAX-Anleger daher genau auf die Brexit-Verhandlungen. Sollte sich herbei weiter eine harte Linie der EU halten und es nicht zu einem Handelsabkommen kommen, dann dürfte sich dies ungemein negativ auf den DAX auswirken.

Die deutsche Wirtschaft kann sich auch nur ein teilweises Wegbrechen des britischen Marktes kaum leisten.

Wir erinnern uns an das Jahr 2014, als die Sanktionen gegen Russland (einem für Deutschland weniger wichtigen Exportmarkt als UK) verhängt wurden.

Vor allem die Wirtschaftssanktionen ab Juli 2014 hatten es in sich. Der DAX reagierte mit einer höchst unangenehmen Schaukelbörse und brach zeitweise um bis zu 20 Prozent ein.

DAX im Jahr 2014: Die Russland-Sanktionen lösten ein Chaos aus

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Auf der anderen Seite ergibt sich die Frage: Lohnt sich eigentlich eine Aktienanlage in Großbritannien?

Immerhin könnte dieser Markt schon durch den neuen Binnenmarkt mit den USA höchst interessant sein. Allerdings sind dann die Währungsschwankungen für Euro-Anleger zu beachten.

Seit der Brexit-Entscheidung ist der britische Aktienindex FTSE 100 um 20 % gestiegen. In etwa dem gleichen Ausmaß wertete jedoch das britische Pfund in der Spitze ab (-18%). Für Euroanleger wäre dies bisher nahezu ein Nullsummenspiel gewesen.

Doch inzwischen ist das Pfund so viel billiger geworden, dass die Wahrscheinlichkeit weiterer Abwertungen geringer geworden ist.

Damit könnten Sie eine Anlage in britischen Aktien durchaus erwägen. Der Aufwärtstrend seit dem Brexit ist stabil.

Seit der Wahl Donald Trumps sind beim Britischen Aktienindex FTSE 100 nochmals 10 Prozent oben draufgesattelt worden.

Im Frühjahr dürfte hier wie bei vielen andere Indizes eine Konsolidierung einsetzen, die den Einstieg sogar etwas günstiger machen würde. Das Britische Pfund würde ich dabei aber nie aus den Augen lassen.

Gäbe es negative Überraschungen bei den Brexitverhandlungen zuungunsten Großbritanniens, dann könnte eine weitere Abwertung schnell mögliche Zugewinne bei britischen Aktien wieder aufzehren.

In Starkwährungs-Ländern wie in den USA haben Sie es dagegen einfacher. Hier sind eher Währungsgewinne zu erwarten.

FTSE 100: Stabiler Aufwärtstrend seit dem Brexit

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Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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