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Continental Aktie: Continental: Wird 2017 für Aktionäre besser laufen als 2016?

In der Auto-Industrie gibt es vor allem seit dem Aufkommen von Diesel-Gate Licht und Schatten.

Während es um die Profitabilität bei VW weiter schlecht bestellt ist und General Motors die verlustreiche Tochter Opel losschlagen will, um endlich der jahrelangen Seitwärtsbewegung der Aktie zu entkommen, sieht es bei zum Beispiel beim Zulieferer Continental besser aus. Zumindest aus Continentals Sicht.

Aktionäre werden das anders sehen. Denn die Aktie lief 2016 schlecht. Während der DAX einen satten Jahresgewinn machte, notierte die Continental-Aktie am Jahresende im Minus. Noch immer liegt die Aktie mehr als 20% vom Allzeithoch entfernt, während es beim DAX kaum mehr als 2% sind.

Das hatte Gründe. Mit 3,4% Umsatzwachstum lief es eher unterdurchschnittlich, der Gewinn stieg sogar nur um 2,8%. Die Kosten wuchsen also stärker als die Umsätze und das können Aktionäre naturgemäß überhaupt nicht leiden.

Continental schüttet größeren Anteil des Gewinns an die Aktionäre aus

Erstaunlich, dass Continental trotzdem die Dividende um 13,3% erhöhen will. Oder besser gesagt: Gerade deshalb will man es tun? Viele Aktiengesellschaften erhöhen die Dividende, wenn sie von eher schlechten Ergebnissen ablenken wollen.

Das Problem dabei: Wenn die Dividende deutlich stärker steigt als der Gewinn, dann bleibt weniger Kapital im Unternehmen, das für künftiges Wachstum sorgen könnte. Bei Continental ist die Ausschüttungsquote mit 30% des Gewinns aber noch vergleichsweise niedrig.

Mit 70% der Gewinne kann Continental künftig weiter arbeiten und Wachstum für Sie bzw. die Aktionäre generieren.

2017 soll es denn auch besser werden. Continental berichtet, dass das Unternehmen für dieses Jahr mit einem kräftigen Umsatzplus kalkuliert. Um rund 6% soll der Umsatz steigen und damit deutlich schneller als die Weltwirtschaft insgesamt. Was Aktionäre interessiert, ist aber nicht Umsatz, sondern Gewinn.

Ob der auch so stark steigen wird, bleibt abzuwarten. Bis jetzt bestätigte Continental lediglich, dass die operative Marge bei mehr als 10,5% liegen soll. Das klingt gut – doch da stand sie auch schon 2016, nämlich bei 10,8%. Mit 10,6% läge Continental auch bei mehr als 10,5% und würde trotzdem wieder ein geringeres Gewinn- als Umsatzwachstum zeigen.

Continental könnte von der Elektromobilität profitieren

Positive Überraschungen könnten von Seiten der Elektromobilität kommen. In dem Bereich hat Continental kräftig investiert. Sollte die Zahl der weltweiten Neuzulassungen noch stärker anziehen als bisher, würde sich das für Continental sicherlich auszahlen.

In den vergangenen 4 Jahren wuchs die Zahl verkaufter Elektroautos weltweit übrigens um 59% pro Jahr. Bei unverändertem Marktwachstum würde in 10 Jahren JEDES (!) verkaufte Auto aufladbar sein. Soviel zum gerade von deutschen Medien so gern beschworenen Flop des Elektroautos.

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Über den Autor Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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