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adidas Aktie: Adidas Aktie: Nach jahrelanger Rally noch Aufwärtspotenzial?

Seit drei Jahren gibt es kein Halten mehr: In diesem Zeitraum hat sich die Adidas Aktie nahezu verdreifacht.

Als die deutsche Elf unter Jogi Löw in Brasilien den WM-Titel holte, war der Anteilsschein des Herzogenauracher Sportartikelherstellers und DFB-Ausstatters gerade einmal etwas über 75 Euro wert, kurze Zeit später gab es sogar noch einen Kursknick nach unten. Es sollte der letzte gewesen sein für längere Zeit.

Denn seit Anfang 2015 ging es steil bergauf. Im August 2017 kostete die Adidas Aktie mehr als 200 Euro. Seitdem allerdings befindet sich das Papier auf Richtungssuche, mehrfach wurde die Unterstützungslinie bei 175 Euro getestet. Bislang hat sie gehalten.

Adidas Aktie – geht da noch was?

Dennoch stellen sich nicht wenige Anleger die Frage, wohin die Reise künftig gehen wird. Ist nach einer solch fulminanten, mehrjährigen Rally tatsächlich noch mehr drin? Oder ist allmählich doch die Luft raus?

Schaut man sich die aktuellen Einschätzungen der Analysten an, wird zumindest deutlich, dass derzeit niemand mit einem Absturz rechnet. „Halten“ lautet die Devise bei etwa der Hälfte der Experten. Die andere Hälfte jedoch rät zum Kauf. Die Kursziele liegen dabei meist im Bereich von 215 Euro und mehr. Mit 231 Euro haben die Analysten der HSBC das höchste aktuelle Kursziel ausgegeben.

Die Zahlen und Tendenzen sprechen klar für Adidas. Im abgelaufenen dritten Quartal präsentierte sich das Unternehmen stark, Umsatz und Gewinn schossen in die Höhe und erreichten neue Bestwerte.

Adidas punktet – auch auf Kosten der Konkurrenz

Doch damit nicht genug: Es lief für Adidas nicht nur solo betrachtet gut, sondern es lief im Vergleich zur brancheninternen Konkurrenz auch deutlich besser. Zwar ist Nike global betrachtet nach wie vor unangefochtener Weltmarktführer, doch der US-Hersteller tritt zurzeit eher auf der Stelle und kämpft mit stagnierenden Umsätzen, während Adidas zum Sprint ansetzt und kräftig zulegen kann.

Und das mittlerweile auch auf dem heiß umkämpften Nike-Heimatmarkt USA: Nordamerika gilt als wichtigster und umsatzstärkster Markt für Sportartikel, und auch wenn Nike zahlenmäßig die Nase vorn hat, konnte Adidas zuletzt einiges an Boden gewinnen. Die Herzogenauracher konnten ihre Marktanteile ausbauen – und zwar auch zu Lasten der Konkurrenz.

Schwächer entwickelte sich hingegen die Tochtermarke Reebok. Adidas hatte sie 2006 übernommen, seither ist der jährliche Umsatz von drei auf zwei Milliarden Euro gefallen. Beobachter rechnen jedoch damit, dass Reebok positiv überraschen könnte – gerade weil die Erwartungen eher gedämpft sind.

Neuer Schwung für die Aktie?

Seine für 2020 angepeilten Ziele – ein jährliches Umsatzwachstum von 10 bis 12 Prozent, eine Ebit-Marge von 11 Prozent, einen Gesamtumsatz von 25 bis 27 Milliarden Euro sowie ein Nettoergebnis von 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2020 – könnte das Unternehmen Schätzungen zufolge bereits früher erreichen.

Dem Aktienkurs dürfte das neuen Schwung verleihen, weswegen die Optimisten unter den Analysten der Adidas Aktie weiterhin einiges zutrauen. Und dann steht ja in wenigen Monaten auch schon die nächste Fußball-WM vor der Tür.

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Über den Autor
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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