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adidas Aktie: Adidas Aktie: 3 Faktoren für Zukunft entscheidend

Die Adidas Aktie kann sich sehen lassen. In den vergangenen zwei Jahren hat das Papier einen Ausnahme-Marathon hingelegt und zählte jeweils zu den stärksten Titeln im Dax.

Auch 2017 bewegt sich der Anteilsschein des Sportartikelherstellers aus Herzogenaurach unter den Outperformern in Frankfurt. Auf Jahressicht liegt die Adidas Aktie derzeit gut 28 Prozent im Plus, der Dax notiert im Vergleich zum Vorjahreswert gerade einmal 15 Prozent höher.

Adidas Aktie: Widerstand bei 200 Euro?

Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man den Blick auf die letzten drei Jahre lenkt: Kommt der Dax in dieser Betrachtung auf ein solides Plus von gut 28 Prozent, sticht die Adidas Aktie extrem hervor. Sie hat sich im gleichen Zeitraum um mehr als 230 (!) Prozent verteuert und stieg von rund 60 Euro im Herbst 2014 auf aktuell 190 Euro. Anfang August notierte das Papier sogar kurzzeitig oberhalb der 200-Euro-Linie, ehe Gewinnmitnahmen den Kurs wieder drückten.

Börsenprofis wissen jedoch, dass eine solch herausragende Performance kein Selbstläufer ist – und dass jede Aufwärtsphase auch mal ein Ende hat. Liegt der Widerstand nun also bei der Marke von 200 Euro? Ist das die Hürde, die die Kehrtwende einläutet?

Analysten bleiben zuversichtlich

Glaubt man den Stimmen der Analysten, ist das mitnichten der Fall. Sie stufen die Marke zwar ebenfalls als nächste Hürde, nicht aber als unüberwindbaren Widerstand ein. Ganz im Gegenteil: Etliche Studien überhäufen die Adidas Aktie mit Kaufempfehlungen und Kurszielen, die mit 210 Euro (Baader Bank) bis 230 Euro (Macquarie Research) teils deutlich jenseits der 200 Euro liegen.

Doch auch vorsichtigere Analysten, die zunächst zu einer abwartenden Haltung raten, sehen zum Teil noch Luft nach oben. S&P Capital, Warburg Research, Independent Research und Deutsche Bank setzen das Kursziel immerhin mit jeweils 205 bis 210 Euro an.

Kurzum, ein Zukauf erscheint gerade nicht allzu günstig, gute Zukunftsperspektiven für den weiteren Kursverlauf sind aber durchaus nicht von er Hand zu weisen. Anleger sollten in ihrer Abwägung vor allem drei Faktoren berücksichtigen.

Worauf Anleger jetzt achten sollten

Erstens wird es wichtig sein, dass Adidas nicht nur beim Umsatz punktet (zuletzt wurde hier ein schönes Plus von 16 Prozent erzielt), sondern dass auch der Gewinn nachzieht. Neben Währungseffekten, auf die der Konzern keinen Einfluss hat, muss hier perspektivisch an den Margen gedreht werden.

Zweitens wird Adidas noch stärker als bisher auf digitale, sprich: Online-Vertriebswege setzen müssen. Die strategische Partnerschaft zwischen dem Top-Konkurrenten Nike und dem Onlinehändler Amazon könnte Adidas zusetzen, hier muss eine Gegenstrategie entwickelt werden, da der Onlinehandel auch bei Sportbekleidung und Schuhen an Bedeutung gewinnt.

Drittens muss sich Adidas auch jenseits von Europa Marktanteile sichern. Der Angriff auf Nike an dessen US-Heimatmarkt lief zuletzt gut, Adidas konnte seinen Umsatz in Nordamerika im zweiten Quartal um 26 Prozent steigern und Marktanteile hinzugewinnen. Auch China erwies sich mit einem Plus von 28 Prozent als wichtiger Zukunftsmarkt. Das Umsatzplus von 14 Prozent in Lateinamerika erscheint noch ausbaufähig.

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Über den Autor
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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Herausgeber: Investor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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