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Aktien: Das düstere Geheimnis der Aktienmarktblase, Teil 2

Die Blase an den Aktienmärkten ist zum Bersten gefüllt. Wenn der auslösende Knall kommt, wird eine unaufhaltsame Lawine an Verkäufen auf die Börsen herabstürzen. Es wird so schnell gehen, dass viele Anleger gnadenlos überrollt werden…

Vor zwei Ausgaben hatte ich Ihnen den ersten Teil meiner Analyse der Aktienmarktblase vorgestellt. Dieses Problem wird für die Kapitalmärkte so gewaltig werden, dass ein einziger Newsletter nicht ausgereicht hätte. Wie ich Ihnen schrieb, sind die Käufe der Notenbanken rund um den Globus für die Aktienmarktrallye verantwortlich.

Doch was passiert mit den Börsen, wenn die Notenbanken ihre Aktienpakete verkaufen müssen? Wir sprechen hier von Milliardenvolumen, die kein Aktienmarkt aufsaugen kann, wenn die Börsenstimmung schlecht ist (und damit Käufer fehlen). Nun werden einige von Ihnen einwerfen: „Warum sollten die Notenbanken dies tun?“.

Ein berechtigter Einwand. Die Antwort: Weil sie keine Wahl haben. Die Notenbanken werden nicht als Erste auf den Verkaufsknopf drücken. Denn natürlich ist dies nicht in ihrem Interesse. Nein, der Auslöser wird aus einer anderen Ecke kommen: Den Mischfonds! Hier wird es wirklich gefährlich.

Um die Situation bei den Mischfonds (investieren in Aktien und Anleihen) zu verstehen, müssen wir auf einer anderen Börsenebene beginnen. Dies ist der Grund, warum selbst viele Profis die Lawine nicht kommen sehen: Dies ist ein Puzzle mit vielen Teilen. Aber wenn man sie alle richtig zusammenfügt, zeigt sich ein Bild, das jedem klugen Börsianer einen Schauer über den Rücken laufen lässt: Das Aktienmarkt-Armageddon kommt!

Mischfonds in Schieflage werden Verkaufspanik auslösen!

Es beginnt bei der Volatilität der Aktienmärkte. Die Volatilität an den Aktienmärkten befindet sich auf Rekordtiefs. Gleichzeitig gibt es für Mischfonds (die in Aktien und Anleihen investieren) an den Anleihemärkten einfach keine Renditen zu holen. Traditionell halten die meisten Mischfonds eine Mischung von 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen.

Was soll man also tun, wenn man mit fast der Hälfte seines Portfolios keine Performance erzielen kann? Die Antwort für viele Fonds: Man erhöht die Aktienquote. Die ultra-niedrige Volatilität und die Aussicht auf attraktive Dividenden lockt viele Fondsmanager in den Aktienmarkt.

Wenn Sie wissen wollten, warum defensive Dividendenaktien so eine Outerpformance gegenüber den Indizes erzielt haben – da haben Sie die Antwort. Dieses Strategie geht für die Mischfonds auf, so lange der Markt steigt. Doch wenn der Markt kippt, dann geraten diese Fonds in gewaltige Schieflagen.

Dann müssen sie extrem schnell extrem große Aktienpakete verkaufen. Im Gegensatz zu den Notenbanken, scheren sich die Fondsmanager jedoch einen Dreck um die labile Situation der Märkte. Die interessieren sich nur für ihre Performance (und ihren Bonus).

Dann geht es los! Dann ist die Lawine nicht mehr aufzuhalten. Die Notenbanken werden dann gar nicht anders können, als ebenfalls verkaufen. Der Crash bricht aus.

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Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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