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Aktien: Das Beste für Ihren Vermögensaufbau!

Früher, das wissen Sie bestimmt noch, waren es die Öl-Giganten, die an den Weltbörsen das Sagen hatten. Heute sind es vornehmlich die Technologieriesen, insbesondere die aus Übersee.

„Die Auswirkungen der Digitalisierung werden immer stärker sichtbar und erfassen immer mehr Branchen und Lebensbereiche“, erklärt EY-Deutschland-Chef Hubert Barth.

„Wir erleben eine fundamentale Umwälzung, die angetrieben wird von innovativen und zunehmend auch hoch profitablen Technologiekonzernen.“

Geht man die Liste der weltweit größten Unternehmen durch, lässt Amerika Europa und den Rest der Welt weit hinter sich. An der Spitze der mächtigsten Konzerne liefern sich die iPhone-Schmiede Apple und der Internet-Koloss Alphabet/Google ein heißes Wettrennen…

Apple ist das wertvollste Unternehmen der Welt

Auf Platz 1 thront auch in diesem Jahr wieder Tim Cook mit seiner Geldmaschinerie Apple. Der Technologiespezialist hat seine Position als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt verteidigen können.

In einer jüngst veröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft PwC, welcher der Börsenwert per Ende März zugrunde liegt, bringt Apple 754 Mrd. Dollar auf die Börsen-Waage. Aktuell sind es sogar 766 Mrd. Dollar.

Damit ist der Spitzenplatz für Apple gesichert und Rivale Alphabet/Google muss erneut mit Platz 2 vorliebnehmen. Zum Stichtag 31. März brachte es der Internetdienstleister auf eine Marktkapitalisierung von 579 Mrd. Dollar.

Aktuell ist der Konzern von Larry Page 585 Mrd. Dollar schwer, aber auch das bedeutet nach wie vor Platz 2.

Schätzen Sie doch mal, auf welches Gesamtgewicht es die 100 größten Konzerne der Welt bringen? Auf den Rekordwert von satten 17,4 Bio. Dollar, wie aus der PwC-Studie hervorgeht. Damit ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 12% (15,2 Bio. Euro) gestiegen.

US-Firmen dominieren die Weltrangliste

Ein Blick in die Liste der Top-100 legt die deutliche Dominanz der US-Firmen offen. Zu den 100 wertvollsten Firmen der Welt zählen 53 US-Konzerne und nur 23 europäische Unternehmen, 2016 waren es noch 24 Firmen aus Europa.

Deshalb dürfte es Sie wohl auch kaum wundern, wenn ich Ihnen jetzt sage, dass sich unter den Top-10-Firmen auch nur amerikanische Global Player tummeln.

Platz 3, mit einer Marktkapitalisierung von 509 Mrd. Dollar per Ende März, belegt der Software-Riese Microsoft (aktuell: 532 Mrd. Dollar). Auf Rang 4 befindet sich der von Jeff Bezos geführte Online-Versandhändler Amazon mit einer Marktkapitalisierung von 423 Mrd. Dollar (aktuell: 455 Mrd. Dollar).

Die Folge der Tech-Giganten wird durch Warren Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway unterbrochen, die per Ende März gut 400 Mrd. Dollar auf die Börsen-Waage brachte (aktuell 424 Mrd. Dollar) und somit auf Platz 5 landet und Amazon dicht auf den Fersen ist.

Das sechstteuerste Unternehmen der Welt stammt dann aber auch schon wieder aus dem Technologiesektor: Facebook. Das soziale Netzwerk war Ende März 411 Mrd. Dollar schwer.

Immerhin kann sich noch ein Öl-Gigant unter der Top-10 einreihen: Der weltgrößte Ölkonzern Exxon Mobil rangiert auf Platz 7 mit einem Börsenwert von 340 Mrd. Dollar (31.3.).

Ebenfalls unter die Top-10 der weltweit größten Konzerne haben es der amerikanische Pharma- und Konsumgüterriese Johnson & Johnson (Platz 8; Marktkapitalisierung per Ende März 338 Mrd. Dollar) sowie die Geldhäuser JPMorgan Chase (Platz 9; 314 Mrd. Dollar) und Wells Fargo (Platz 10; 279 Mrd. Dollar) geschafft.

Ist Europa in der Weltrangliste der Top-Unternehmen abgehängt?

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé war zum Ende des ersten Quartals übrigens das wertvollste europäische Unternehmen, das mit 272 Mrd. Dollar Börsenwert auf Platz 13 landete.

Europäischer Sieger, mit 7 Konzernen unter den Top-100 ist allen Brexit-Bestrebungen zum Trotz Großbritannien. Laut PwC-Studie bringen es hingegen Deutschland und Frankreich auf jeweils nur 4 Unternehmen in dem Ranking.

Wertvollstes börsennotiertes deutsches Unternehmen ist die Software-Schmiede SAP auf Platz 56 mit einem Gewicht von 121 Mrd. Dollar (31.3.) bzw. 126 Mrd. Dollar (30.6.) auf der Börsen-Waage. Wie Sie sehen, ein Riesenabstand zu den Spitzenkonzernen aus Übersee.

Die Walldorfer bringen es nicht einmal auf ein Sechstel von Apples Marktkapitalisierung. Mit einem Börsengewicht von 117 Mrd. Dollar per 31. März rangiert Siemens auf Platz 58, Bayer auf Platz 59 (95 Mrd. Dollar) und BASF auf Platz 87 (91 Mrd. Dollar).

Ist Europa in der Weltrangliste der Top-Unternehmen also abgehängt? Und haben die Hightech-Riesen den Industriekonzernen nun endgültig den Rang abgelaufen?

Das stimmt so nicht ganz, meint EY-Deutschland-Chef Hubert Barth: „Die Digitalisierung schreitet in großen Schritten voran – und derzeit werden die Regeln in erster Linie von amerikanischen und asiatischen IT-Konzernen gemacht. Aber: Europa ist stärker, als es das Börsenranking suggeriert“, erklärt Barth.

Der Kontinent habe eine industrielle Basis, die man etwa in den USA vergeblich suche. Auch in einer digitalisierten Welt würden produzierende Hightech-Unternehmen gebraucht.

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Über den Autor
Kathrin Dörfeld

Kathrin Dörfeld betreut als Redakteurin den neuen Dienst Aktien Daily.

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