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Aktien: Crash oder Übertreibungsphase?

An den Märkten wird es zunehmend spannend: Während der DAX inmitten einer Konsolidierung steckt, notieren die wichtigsten Indizes an der Wall Street knapp unter ihren Höchstständen – und das unmittelbar vor dem traditionell schwierigen Börsenmonat September.

Dieser wird auch noch begleitet vor einer sich wieder zuspitzenden Krise rund um Nordkorea und einer wieder einmal drohenden Zahlungsunfähigkeit der USA, wenn sich Kongress und Senat nicht auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze verständigen.

Angesichts der zunehmend ablehnenden Stimmung gegenüber US-Präsident Donald Trump ist keineswegs sicher, dass das alles glatt verläuft.

In der Vergangenheit sorgten ähnliche Situationen für kräftige Kurseinbrüche an der Börse. Doch anno 2017 ist ja bekanntlich ohnehin alles etwas anders als sonst.

Es gibt keine Garantie, dass alles glatt verläuft

Wir müssen im Grunde genommen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Eine zumindest kräftige Korrektur liegt ebenso in der Luft wie eine neue starke Rally-Phase.

Gerade in einer Phase allgemeiner Sorglosigkeit und Rekordniveaus wollen dann urplötzlich alle durch die gleiche Fluchttür. Und daraus ergeben sich oft Kaufgelegenheiten, die jetzt noch unvorstellbar erscheinen.

Allerdings sollten wir uns auch nicht darauf verlassen, dass wir tatsächlich noch einmal solche Schnäppchen-Chancen erhalten. Denn Liquidität ist im Überfluss vorhanden und drängt geradezu in Sachwerte und hier in erster Linie in Aktien.

Bei allen Diskussionen um vorhandene „Überbewertungen“ von Aktien muss man nämlich einfach ins Kalkül ziehen, dass man hierbei nicht das dauerhaft niedrige Zinsniveau berücksichtigt, das sich so schnell nicht verflüchtigen wird.

Bleiben Sie gelassen, aber wachsam

Ihnen bleibt also nichts anderes übrig, als einfach zu schauen, was die Märkte in den kommenden Wochen machen. Ich denke nicht, dass Ihnen irgendetwas nach oben davon läuft. Von daher sollten Sie einfach etwas Cash vorhalten für die Option einer Korrektur.

Bleibt diese aus, können Sie gegebenenfalls in aller Ruhe auch noch in Richtung Oktober wieder „all in“ gehen.

Denn in diesem Fall spricht alles für eine Fortsetzung der Hausse, die dann sogar in eine finale Übertreibungsphase münden könnte. Und diese dürfen wir unter keinen Umständen verpassen.

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Über den Autor
Jürgen Schmitt

Jürgen Schmitt hat Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Fulda studiert und ist Mitbegründer der Beratungs- und Investmentgesellschaft Meconomics.

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