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Aktien: Bet-at-Home: Lieber die Aktie statt einen Wettschein kaufen?

Beim Fernsehen fiel mir gestern einmal auf, wie oft für Online-Wettanbieter geworben wird. Grund genug für mich, einmal tiefer in die Materie einzusteigen und zu schauen, welche Wettanbieter denn an der Börse notiert sind.

Ganz klar: Wenn so oft geworben wird, dann ist da offensichtlich eine Menge Geld zu verdienen – und daran können Sie als Aktionär natürlich teilhaben.

So hat der Anbieter Bet-at-Home weltweit 4,5 Millionen Kunden – und ist an der Börse notiert. Das erst 1999 gegründete Unternehmen hat inzwischen in diversen europäischen Staaten Lizenzen für den Betrieb von Sportwetten, Casinos sowie Poker und bietet darüber hinaus auch Online-Spiele in 15 Sprachen an.

Interessant fand ich, dass sogar auf rein virtuelle Simulationen von Sportveranstaltungen gewettet werden kann. Da setzen also Menschen auf zufällig generierte Ergebnisse von z.B. virtuellen Fussballspielen.

Im Wett- und Casino-Business ist nicht nur ordentlich Geld zu verdienen. Auch die Wachstumszahlen sind enorm. Zwischen 2013 und 2015 stieg der Umsatz um rund ein Drittel, der Gewinn konnte fast verdoppelt werden.

Dabei setzt Bet-at-Home vor allem auf eine bessere Abschöpfung des Umsatzpotentials bestehender Nutzer und weniger auf teure Neukundengewinnung. Denn die Zahl der Nutzer stieg im gleichen Zeitraum nur um 20%.

Und das Marketingbudget wurde 2015 sogar zurückgefahren – sehr ungewöhnlich für ein wachstumsstarkes Unternehmen aber natürlich gut für die Aktionäre.

Doch was heißt das nun konkret für uns Aktionäre? Ich war überrascht zu sehen, wie stark Bet-at-Home den Gesamtmarkt outperformen kann.

Auf Sicht eines Jahres bringt es Bet-at-Home auf mehr als 100% Gewinn, der DAX nur auf rund 30%. In 5 Jahren sind wir sogar bei rund 800% gegen 175%. Und in 12 Jahren stieg der Kurs von Bet-at-home um fast 2.700%, gut 10x so stark wie der DAX.

Ganz klares Fazit für mich: Bevor Sie bei Bet-at-Home eine Wette platzieren, sollten Sie sich für das Geld lieber Aktien vom Unternehmen kaufen. Damit verdienen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Geld als mit einer Wette.

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Über den Autor Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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