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Aktien: 20-jähriger Bullenmarkt dank künstlicher Intelligenz

In der Geschichte der Wall Street gab es erst drei echte Bullenmärkte.

Stecken wir gerade mitten im vierten und keiner merkt es?

Überall ist die Rede davon, dass die Märkte reif für eine Korrektur sind.

Doch wie lange kann ein Bullenmarkt, befeuert durch neue Technologien, tatsächlich andauern?

Schauen wir uns die letzten beiden echten Bullenmärkte genauer an:

1942-1965: 23 Jahre steigende Märkte mit einem Plus von 950 Prozent!

Von 1942 bis 1965 stieg die Börse 23 Jahre lang fast ohne Unterbrechung.

Der Dow Jones kletterte in dieser Zeit von 94 Punkten auf 987 Punkte – eine Steigerung von etwa 950 Prozent.

Die Wirtschaft brummte.

Neben den Investitionen in den Wiederaufbau des zerstörten Europas beflügelten bald neue Technologien den Markt.

Der Kopierer wurde in dieser Zeit erfunden, der Taschenrechner, das Farbfernsehen.

Man flog sogar das erste Mal auf den Mond!

Die neuen Technologien machten auch die Unternehmen effizienter – eine wesentliche Voraussetzung für einen echten Bullenmarkt.

So konnten die Unternehmensgewinne anfangs explosiv steigen!

Der Glaube an eine rosige Zukunft befeuerte die Märkte bis hin zur extremen Übertreibung.

„Nifty Fifty“ hießen fünfzig amerikanische Qualitätsaktien, die man nach Meinung der damaligen Zeit immer und zu jedem Kurs kaufen konnte.

Unter ihnen waren Technologieunternehmen wie IBM, Xerox oder Polaroid.

Diese Aktie war auch der Spitzenreiter in Bezug auf die Bewertung vor dem Platzen der Blase: Ein sattes KGV von 93 hatte die Polaroid-Aktie am Ende.

91 Prozent Kursverlust verbuchten die Aktionäre in der folgenden Korrektur.

1982-2000: 18 Jahre steigende Märkte mit einem Plus von 1.387 Prozent!

Den zweiten großen Bullenmarkt haben Sie bestimmt noch in Erinnerung!

18 Jahre lang befeuerte die Einführung von Computern und später das Internet die Märkte.

Wieder wurden neue Technologien geboren, die in das Leben aller Menschen und in alle Unternehmen Einzug hielten.

Auch diesmal erreichten die Unternehmen eine große Effizienzsteigerung durch die neuen Technologien.

Der Ablauf war fast der Gleiche wie 30 Jahre zuvor:

Anfangs explodierten die Unternehmensgewinne.

Doch später wurde auch dieser Bullenmarkt von unrealistischen Kursphantasien getrieben, die in der Dot.com-Blase ihr Ende fanden.

Dritter Bullenmarkt: 2009 – 2030 mit einem Plus von etwa 1.000 Prozent?

Genau jetzt steckt wieder eine neue Technologie in den Kinderschuhen, die das Potenzial hat, die Unternehmen in den nächsten 20 Jahren auf eine neue Ebene zu hieven.

Ich rede von der künstlichen Intelligenz.

Sie erinnern sich: Voraussetzung für einen großen Bullenmarkt ist eine Technologie, die Unternehmensgewinne explodieren lässt.

Ich habe keinen Zweifel daran, dass künstliche Intelligenz in einigen Jahren genau das bewirkt!

Schauen wir uns deshalb hier nur die Unternehmensseite an:

Stellen Sie sich vor, was es bedeutet, wenn Software sich selbst verbessern kann, um effizienter zu werden.

Wenn Roboter und Maschinen flexibel die meisten Arbeiten verrichten können, die heute von Menschen erledigt werden und dabei jeden Tag besser werden, weil sie ständig dazu lernen.

Haben Sie einen Zweifel, dass eine solche Entwicklung nie da gewesene Sprünge in der Unternehmenseffizienz erreichen kann?

Natürlich bringt das auch Probleme mit sich: Viele Arbeitsplätze werden von künstlicher Intelligenz verdrängt werden.

Dies zu lösen, wird eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten werden.

Wer weiß, möglicherweise ist es genau dieser Punkt, der irgendwann in den 2030er-Jahren die nächste große Krise auslöst und die Blase platzen lässt, die sich bis dahin bildet.

Doch so weit ist es noch lange nicht.

Die Märkte werden die neuen Entwicklungen erst einmal bejubeln.

Deshalb bin ich überzeugt, dass künstliche Intelligenz uns in den nächsten großen Bullenmarkt führt.

Ich glaube sogar, dass dieser aus der momentanen Rallye heraus entsteht und wir schon mittendrin sind!

Dow Jones bei 73.000 Punkten in den 2030er Jahren

Projizieren wir die vergangenen Rallyes auf den momentanen Bullenmarkt und gehen davon aus, dass wir wiederum eine Steigerung von etwa 1.000 Prozent erreichen.

Dann wird der Dow Jones Anfang der 2030er Jahre bei fast 73.000 Punkten stehen – mehr als dem Dreifachen des heutigen Indexstands von gut 21.000 Punkten!

DJ30 Industrial Avg Index (002)

Quelle: Chart von ProRealTime. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch sind ausdrücklich verboten

Einen Fehler sollten Sie jedoch nicht machen: Verwechseln Sie nicht einen Bullenmarkt mit einer Marktphase ohne Korrekturen!

Selbst, wenn die Entwicklung so kommt, braucht es ein perfektes Timing, um Ihr Depot schnell und sicher nach oben zu bringen.

Beispielsweise verlor der Dow Jones im Crash des Jahres 1987 über 40 Prozent in nur drei Monaten. Auch in den 1990er-Jahren ging es zweimal um jeweils 20 Prozent nach unten. Solche kurzen, kräftigen Crashs waren immer die besten Kaufgelegenheiten in einem Mega-Bullenmarkt!

Und so könnte es sein, dass am Ende beide Recht behalten: Die momentan überall hörbaren Warner, die darauf hinweisen, dass die Märkte irgendwann korrigieren müssen.

Und ich mit meiner Einschätzung, dass diese Rallye uns dank künstlicher Intelligenz noch lange Freude macht.

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Über den Autor
Stefan Lehne

Der studierte Betriebswirt beschäftigt sich schon seit dem Verkauf seines eigenen Unternehmens mit erfolgreichen Investmentstrategien.

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