Zwischen Hoffen und Bangen – Die Phasen einer Hausse
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 16. Mai 2011, 19:00 Uhr
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Viele Anleger sind dieser Tage irritiert, was an den Märkten vor sich geht. Sowohl Dow Jones als auch der DAX markierten erst Ende April neue Jahreshochs. Aber in den letzen Monaten gab es immer wieder scharfe Korrekturen. Dazu der Crash an den Rohstoffmärkten. Die Sorgen um Spekulationsblasen in den Emerging Markets, insbesondere in China.
Und dann sind da noch die Wirtschaftsdaten. Starke Wachstumsraten in Deutschland auf der einen Seite und Griechenland-Sorgen auf der anderen Seite. „Was ist nun Sache," fragen sich viele Anleger: „so sehen doch keine Aufwärtsbewegungen aus". Tatsächlich ist das Bild im kurzfristigen Zeitfenster extrem widersprüchlich.
Gute Nachrichten an einem Tag wechseln sich mit schlechten Nachrichten am nächsten Tag ab. Genau so schnell springt die Psyche der Anleger hin- und her. Die Schwankungen zwischen Bullenstimmung und Bärentrübsal vollziehen sich extrem schnell. Da kann man leicht den Blick für die übergeordneten Entwicklungen verlieren.
Dafür müssen wir die verschiedenen Phasen einer Haussebewegung analysieren. Denn Haussephasen laufen immer nach dem gleichen Muster ab. Man kann zwischen drei großen Phasen unterscheiden. Zuerst kaufen am Ende einer Baisse oder einer Seitwärtsbewegung nur die starken Hände.
Die charakteristischen Zeichen, um diese Phase zu erkennen: Trotz Grabesstimmung und sehr schlechter fundamentaler Nachrichten fallen die Kurse plötzlich nicht mehr. Denn die starken Hände gehen wieder auf die Käuferseite. Die Masse der Anleger ist jedoch noch so verängstigt (nicht nur die Privatanleger, auch die meisten Institutionellen), dass sie nicht einsteigen.