Zwischen Gier und Angst
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 8. Oktober 2008, 19:00 Uhr
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Warum ist es so entscheidend, seine Gier, aber auch seine Angst unter Kontrolle zu haben? Die Antwort: Weil diese Gefühle dazu führen, dass Sie irrationale, weil emotionalisierte Entscheidungen treffen. Und Emotionen sind an der Börse immer tödlich. Die meisten Privatanleger werden gierig, wenn die Börsen oder einzelne Branchen, wie zum Beispiel Solar, in den letzten Jahren richtig ins Laufen kommen.
Und das führt dazu, dass sie nicht mehr rational an die Börse herantreten. Sie kaufen Aktien, die fundamental viel zu teuer sind. Sie wählen die Nachrichten nur noch selektiv nach ihrer Positionierung aus. Sie setzen keine Stop-Loss. Die Liste der durch Emotionen ausgelösten Fehler könnte man ewig weiterführen.
Die meisten und größten Fehler werden an der Börse immer durch Gier gemacht. Wichtig ist, dass Sie verstehen, dass jeder Börsianer diese Gier und die Angst in sich trägt. Einige können sie nur besser kontrollieren als andere. Das ist der entscheidende Unterschied.
Es ist deshalb extrem wichtig, dass Sie lernen, Ihre Gier zu kontrollieren und in produktive Bahnen zu lenken. Ich arbeite seit Jahren und habe gelernt: Je besser ich meine Gier kontrollieren konnte, desto geringer wurden meine Verluste.