Zwei Drittel der Fonds fallen durch
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 25. Juni 2007 17:00 Uhr
ENL5454
Lieber Leser,
3, 4, ja 5 Prozent Ausgabeaufschlag. Performance-Fee, also eine Gewinnbeteiligung von 10, manchmal gar 20 Prozent im Jahr und jährliche Verwaltungskosten von 1 bis 2 Prozent: Bei so hohen Gebühren und Kosten kann man einiges erwarten. Diese Beiträge kommen auf Sie zu, wenn Sie in Fonds investieren wollen. Anders als bei der individuellen Aktienauswahl, bei der Sie sich selbst um Kauf- und Verkaufszeitpunkt des jeweiligen Titels kümmern müssen, geben Sie bei Fonds „Investment-Profis“ Ihr Geld zur Verwaltung in die Hand. Diese treffen dann für Sie die Anlageentscheidung im Rahmen der jeweiligen Anlagekriterien, beispielsweise Themen-, Branchen- oder Länderfonds.
Sehen wir uns einmal an, was die Fondsmanager und –berater mit dem ihnen anvertrauten Geld so im Durchschnitt anstellen. Nehmen wir einfach einmal eine Statistik: Nach Angaben des Börsen-Indexbetreibers Jones konnten Fonds in der Vergangenheit oft nicht mit dem breiten Markt mithalten. So waren zwischen 1979 und 1996 nur 30,9 Prozent von aktiv gemanagten Publikumfonds in den USA besser als der S&P 500. Im Umkehrschluss heißt das: 69,1 Prozent der Fonds waren schlechter oder höchstens so gut wie der breite Markt. Während die 500 Aktien im Index in dem Zeitraum einen Ertrag von 16,4 Prozent brachten lag der Durchschnitt der Fonds nur bei 15,4 Prozent.
In Deutschland sieht es ähnlich aus. Nehmen Sie einfach den Zeitraum der letzten 5 Jahre. Seit dem 25. Juni 2002 legte der DAX um 87 Prozent zu und stieg dabei von 4200 auf aktuell 7860 Punkte. Sehen Sie sich nun die Fonds an, zum Beispiel im Fondsvergleich von onvista (http://fonds.onvista.de/performance.html). Von 84 Fonds die auf deutsche Aktien, Blue Chips und Nebenwerte, setzen, waren nur 30 Fonds bzw. 35,7 Prozent besser als der Markt. 54 Fonds bzw. 64,3 Prozent konnten mit dem Index nicht mithalten. Erstaunlich dabei ist die Zahl der Fonds die in den letzten 5 Jahren eklatant schlechter waren als der DAX: Ein Drittel liegt nämlich mindestens 20 Prozentpunkte hinter der Performance des Index zurück.
4 Fonds liefen im Onvista-Fondsvergleich deutlich besser als der DAX:
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