Zwei Billionen Dollar für den "Krieg gegen den Terror"
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 6. Juni 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Ich hatte darüber sinniert, was für großartige Möglichkeiten sich ergeben würden, wenn man z.B. Finanzbetrüger nicht gerichtlich verfolgen würde, sondern als "Finanzterroristen" bezeichnen würde - ein Fall für die Drohnen.
Aber Moment, da ist noch die größte Möglichkeit von allen. Andere Länder haben das seit Jahren getan; warum nicht wir Amerikaner? (Ich bin ja selber einer.)
Statt politische Gegner bei Wahlen zu besiegen, warum sagt man nicht einfach, dass man mit den Gegnern im Krieg sei? Nehmen wir zum Beispiel Donald Trump. Der ist meine typische Art von Politiker. Zu reich, um zu stehlen. Zu dumm, um zu lügen. Aber er ist bestimmt eine Bedrohung für die Republik. Also warum nicht einen Drohnen-Angriff anfordern? Warum sollen Drohnen für Osama Bin Ladens Anhänger verschwendet werden? Der war doch keine wirkliche Bedrohung für die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika. Selbst in seinem eigenen Hinterhof war er ein Loser. Der war unfähig, ein einziges von Moslems bewohntes Land im Mittleren Osten zu übernehmen. Es war nie eine Frage, dass er fähig sein würde, die USA zu besiegen.
Und er war auch keine substanzielle Bedrohung für das amerikanische Volk. Alle seine Selbstmord-Anhänger haben statistisch - laut der Financial Times - dem amerikanischen Volk weniger Schaden zugefügt als wilde Tiere.
In den 10 Jahren, die auf die Ankündigung des "Kriegs gegen den Terror" (War on Terror) folgten, war er meines Wissens zufolge nicht für einen einzigen toten Nordamerikaner verantwortlich. Als General war er so schlecht wie kein mir anderer bekannter Militär; selbst Sir Douglas Haig war nicht so schlecht. Osama Bin Laden war keine Bedrohung für die USA und ihr Volk; stattdessen war die Gefahr, die er darstellte, mehr wie die Gefahr einer Hypothek mit variablem Zinssatz, welcher den Hypothekennehmer in finanzielle Not bringen kann.
Bin Laden hatte in einer älteren Videobotschaft seine Strategie verkündet. Er würde die USA dazu bewegen, enorme Summen auszugeben, um ihn zu bekämpfen. Er würde nicht versuchen, die USA im Kampf zu besiegen; stattdessen würde er den Giganten zu Ausgaben veranlassen, die sich dieser nicht leisten könne.
Und es ist so gekommen, wie er es wollte. Laut der Financial Times haben die USA zwei Billionen Dollar für den Krieg gegen den Terror ausgegeben.
Und damit ungefähr eine Million Mal mehr, als Osama Bin Laden ausgegeben hat.
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerhard Grasmann (06.06. 2011 09:47 Uhr):
Ich habe selber einige Jahre in den USA und in Canada gelebt, ich weiß wie wunderbar diese Länder und die dort lebenden Menschen sind. Nur - was Sie so schreiben, ist wohl doch sehr vereinfacht dargestellt. Schauen Sie sich die USA doch heute mal an. Natürlich kann ein Bin Laden die USA nicht besiegen, aber der Schaden der angerichtet wurde ist doch schon sehr beachtlich. Das so bezaubernde Land USA liegt auf den Knien, weil sich diese sinnlosen Kriege nicht leisten kann. Mit Armut müssen die Amerikaner diese verfehlte Politik bezahlen. (Arbeitslosigkeit, schlechte Krankenversicherung, Lebensmittelkarten etc.) Denken Sie auch mal darüber nach. Herzliche Grüße, Gerhard Grasmann Australien
Antworten- Antwort von Dr Heinemann (06.06. 2011 12:56 Uhr):
Lieber Herr Grasmann, liebe Leser, ich habe auch mal darüber nachgedacht, was Sie schrieben. Da fiel mir etwas ein. Der Biograph von Präsident Bush, sen. sagte, in den USA werden nur Leute Präsident, die vorher in psychiatrischer Behandlung, drogensüchtig oder alkoholkrank waren. Daran ist viel Wahrheit. Warum erinnere ich mich daran? Herr Bonner rechnet für den "War against Terror" Kosten von 2 Billionen Dollar aus und bringt damit die riesengroße USA an den Rand des Bankrotts. Der Verursacher ist der schlimmste, böseste Terrorist aller Zeiten. Er wendete gerade einmal 1 Mio. Dollar auf, um die USA zum Absturz zu bringen. Menschenleben sind in der Rechnung nicht enthalten, obwohl das Konto der Toten durch die USA viel, viel größer ist, als das des Topteroristen Bin Laden. Also kleine Urache - große Wirkung. Selbst die Maxime aus dem Alten Testament: Auge um Auge, Zahn um Zahn, wurde ausgehebelt. Jetzt stehen wir vor der entscheidenden Frage: Wer ist ein größerer, böserer, schlimmerer Terrorist als Bin Laden? ... And the Winner is...jeder amerikanische Präsident und natürlich alle Kanzler, Prime Minister, Kriegs-, Verteidigungsminister, Geheimdienste, Abschirmdienste, Waffenhersteller und Waffenlieferanten und Unterstützer, Lügennachläufer der Kriegsmaschinerie und die kriegsverherrlichenden Medien weltweit seit Beginn des "War against Terror". Welch eine geradezu lächerliche Rolle haben hier die Päpste gespielt? Hätten diese nicht ständig zum Frieden aufrufen müssen? Übrigens, das wird Sie interessieren: Im Durchregierstaat der Teflon-Merkel-Republik war geade evangelischer Kirchentag. Vom Engagement gegen die Kriege im Irak, Afghanistan und Pakistan haben sie nicht geredet (im Abschlußbericht). Wozu war der Kirchentag dann nütze? zu nichts!!! Der deutsche Michel pennt. Also Herr Bonner mit seinen Dronen gegen Finanzterroristen liegt vermutlich auf der richtigen Seite. Viele Grüße nach Australien und allen noch einen schönen Tag. Ihr Dr. H.
- Antwort von Dr Heinemann (06.06. 2011 12:56 Uhr):