Zurück zum Wesentlichen – Teil 2
Puru Saxena in Traders Daily zum Thema Rohstoffe
vom 7. Juli 2008, 12:00 Uhr
ENL5454
Die Wasserversorgung geht zurück, wenn die einst großen Flüsse nun nur noch einen Bruchteil ihrer Wassermenge führen und das Niveau des Grundwassers weiter fällt. Elf Länder, die die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, beklagen den Rückgang des Grundwasserspiegels.
So kann man leicht erkennen, dass die Wasserknappheit unserer Sache nicht dient und verhindern könnte, dass wir die Lebensmittelproduktion in nennenswertem Maße erhöhen. Auch die Wahnsinnige Politik nach dem Motto „Lasst uns die Lebensmittel verbrennen, um Treibstoff herzustellen", so wie sie vom Westen ergriffen wird, hilft hier nicht weiter.
Aus Tabellen lässt sich leicht ersehen, wie stark die Ethanolherstellung im vergangenen Jahrzehnt in die Höhe geschossen ist, und sie wird vermutlich in den folgenden Jahren auch weiterhin steigen. Meiner Meinung nach, ist diese Politik des Verbrennens von energieineffizienten Mais zu Herstellung von Treibstoff eine Katastrophe und das wird in Zukunft zu ernsten Problemen führen.
Wie auch immer man diese Sache auch sehen mag, die Nahrungsmittelpreise werden in den kommenden Jahren hoch bleiben. Jegliche Naturkatastrophen können hier zu weiteren Höchstständen in der Preisentwicklung führen. Aus der Perspektive des Investors schlage ich vor, dass Sie Ihr Geld in Firmen im landwirtschaftlichen Sektor investieren (Saatgut, Dünger, Chemikalien und Ausrüster für die Landmaschinenhersteller). Auch wenn sie in den vergangenen zwei Jahren gewachsen sind, vermute ich, dass in Zukunft dieser Sektor noch stärker wachsen wird.
Metalle - Vor einigen Monaten kündigten die meisten Analysten und Investoren das Ende der Kupfer-Hausse an. Die Kupfer-Blase werde platzen, so klang es aus diesen Reihen. Sie werden sich erinnern, dass ich nicht dieser Meinung war und meiner Position treu blieb. Gegen Ende des vergangenen Jahres betonte ich die gute Gelegenheit Kupfer zu kaufen. Seitdem ist der Preis von Kupfer noch einmal bedeutend gestiegen.
Des Weiteren scheint mir, dass Kupfer gegenwärtig noch weiter an Wert gewinnt. Wenn es Sie verwundert, dass Kupfer trotz der schlechten Wirtschaftslage der Vereinigten Staaten an Wert gewinnt, dann denken Sie auch daran, dass China für 30% der weltweiten Nachfrage nach Kupfer verantwortlich ist und dass die Wirtschaft des Landes jedes Jahr um 10% wächst.
Die weltweite Nachfrage nach Kupfer wird weiterhin voraussichtlich um 4% steigen. Für die Industrie bedeutet das ein Plus von 1,4 Billionen Pfund Kupfer pro Jahr. Das entspricht vier großen neuen Minen in jedem Jahr in den nächsten zehn Jahren. Hinzu kommt, dass nochmals vier neue Minen jedes Jahr hinzukommen müssten, um die erschöpften Minen zu ersetzen. In meinen Augen wird dies eine gigantische, um nicht zu sagen unmögliche Aufgabe sein.
Auf der Anbieterseite ist Chile der größte Kupferlieferant. Doch ähnlich der Situation in Südafrika ist die Energieversorgung in Chile mangelhaft. Für Chile als Schlüsselfigur im weltweiten Handel mit Kupfer ist dies eine eher unglückliche Situation, wenn die mangelnde Energieversorgung der steigenden Kupfergewinnung im Wege steht. Es ist jedenfalls immer noch eine gute Zeit, um in diejenigen Bergbaugesellschaften zu investieren, die Kupfer fördern.
Sowohl Gold als auch Silber bleiben im Wertmetallsektor stark. Wenn sich hier die Preise während des Sommers noch weiter verbessern sollten wir auch weiterhin in das Wertmetall investieren.