Zum fairen Wert der Amazon-Aktie
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Paris in Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 26. Oktober 2004 18:00 Uhr
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*** Die Amazon-Aktie ist zurück in den News. Am Freitag sackte der Kurs dieser Aktie um 12 % durch, auf 34,60 Dollar.
Wenn ich Amazon höre, dann denke ich an die glorreichen Jahre der Informations-Revolution der späten 1990er zurück. Damals, als das Gesicht des Amazon-Vorsitzenden Jeff Bezos auf der Titelseite des TIME-Magazins abgebildet war. Und der "Staranalyst" Henry Blodget für Amazon-Aktien ein Kursziel von 200 Dollar vorgab ... oder waren es 400 Dollar? Wieviel es auch waren – es war zuviel.
Amazon hat Milliarden erhalten und Milliarden ausgegeben. Aber bis vor kurzem hat diese Gesellschaft nie auch nur einen Cent Gewinn gemacht. Damals dachte ich, dass Amazon vielleicht ein vernünftiges Unternehmen werden könnte – weshalb die Aktie meiner Ansicht nach 10 Dollar wert sein könnte. Und das denke ich immer noch. Ich kaufe bei Amazon Bücher. Das Geschäftsmodell von Amazon scheint zu stimmen. Analysten sagen, dass Amazon im nächsten Jahr 500 Millionen Dollar verdienen wird. Wenn ich richtig gerechnet habe – ich könnte schließlich Recht haben –, dann wäre diese Aktie jeden Cent von 10 Dollar wert.
*** "Das Erstaunliche am Terrorismus", begann mein Freund beim gemeinsamen Mittagessen letzte Woche, "ist nicht, dass es so viele Anschläge gibt, sondern dass es so wenige gibt. Angeblich war ich sogar in meiner Jugend ein Terrorist. Es ist nicht schwer, Leute zu töten. Und es ist nicht schwer, ein Leute zu destabilisieren."
"Was wollen die Terroristen? Sie wollen Dinge stören und normalerweise ihre Namen in die Zeitungen bringen. Wie schwer ist das? Besonders jetzt? Jeder Redakteur in der Welt befasst sich mit der Story "Terrorismus. Man muss nur einen Molotow-Cocktail in einen überfüllten Bus werfen und eine Email an die Zeitungen schreiben. Das wären überall in der Welt Schlagzeilen. Jeder könnte das tun. Jederzeit."
"Aber in den letzten Jahrzehnten hatten wir in Paris nur ein paar ernstere Zwischenfälle mit terroristischem Hintergrund. In Amerika gab es auch nur ein paar – und nur einen, der wirklich die Aufmerksamkeit der Leute hatte. Das macht keinen Sinn. Wenn es wirklich ein weltweites Terror-Netzwerk geben würde, mit Hunderten oder Tausenden von Menschen, die sich selbst in die Luft jagen wollen, um die USA zu destabilisieren, dann sollte man doch denken, dass diese in den letzten drei Jahren etwas gemacht hätten. An anderen Orten jagen sich Terroristen doch die ganze Zeit in die Luft ..."
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