Zukunftsmarkt Lithium-Ionen-Batterien
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 10. Juli 2009, 17:00 Uhr
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Mit dem traditionellen Geschäft wurde Manz Automation also heftigst von der Finanzkrise getroffen. Doch ein schwäbisches 'Cleverle' findet in einem solchen vielleicht Fall Plan B?! Das war die Nachricht, die mich gestern aufhorchen ließ: "Manz Automation wird Industriepartner für die Entwicklung von Batterien für Hybrid- und Elektroautos". Was so trocken als Adhoc-Meldung veröffentlicht wurde, könnte in Zukunft zu einem wichtigen neuen Ertragsfaktor für die Firma werden. Bisher geht es nur um einen Entwicklungsauftrag über 6,3 Mio. EUR. Doch wer in diesem Zukunftsmarkt die Nase vorn hat, wird in den nächsten Jahren dicke Aufträge kassieren. Allein bis 2015 wird der Markt für Batteriematerialien auf ein Volumen von 4 Mrd. EUR, derjenige für großformatige Lithium-Ionen-Batterien auf über 10 Mrd. EUR geschätzt (Angaben von Manz Automation). Dabei werden diese Zahlen aus der Autoindustrie trotz Finanzkrise seit Monaten eher nach oben als nach unten korrigiert. Verantwortlich sind die dicken Förderprogramme der Regierungen.
Die Sachsen haben einen guten Namen in der Szene
Und mit dieser Meldung von Manz Automation sind wir auch im sächsischen Kamenz angelangt. Denn dort sitzt eine der deutschen Schlüsselfirmen der Entwicklung von Hochleistungsbatterien für die Fahrzeuge der Zukunft: Li-Tec Battery GmbH, an der unter anderem Evonik Industries und Daimler beteiligt sind. Ich hatte Ihnen im Zusammenhang mit dem Einstieg der Scheichs aus Fernost bei Daimler bereits über diese Firma berichtet, in die wir leider nicht direkt investieren können, weil sie nicht börsennotiert ist.
Gestern machte die Aktie von Manz Automation einen dicken Satz nach oben, brach damit aus dem kurzfristigen Abwärtstrend aus. Den längerfristigen Abwärtstrend brach sie bereits im März nach oben. Dennoch sollten Sie vorsichtig bleiben, denn die weitere Entwicklung der Aktie wird vor allem vom Auftragseingang der Solarindustrie abhängen. Dieser ist im Augenblick so schwer einzuschätzen, dass sich die Kursziele der Analysten für Manz Automation in der riesigen Bandbreite zwischen 25 EUR (Barclays Capital) und 66 EUR (Goldman Sachs) bewegen. Wenn die Förderprogramme der Regierungen für die Solartechnik zu greifen beginnen, dürften auch die Bestellungen für die nötigen Maschinen wieder ansteigen. Dazu kommt mit der Lithium-Batterien-Technologie eine interessante neue Perspektive, die dennoch derzeit in Zahlen noch nicht zu greifen ist. So erscheint die Aktie im Augenblick sehr teuer, wenn wir uns das KGV aufgrund der Konsensschätzungen betrachten. Doch eine Eigenkapitalquote von 73% und ein Cashbestand von 70 Mio. EUR (bei einer Marktkapitalisierung von 197,21 Mio. EUR) qualifizieren Manz Automation auf jeden Fall für Ihre Watchliste.
Träumen Sie also übers Wochenende schön von Ihrer nächsten Lithium-Perle! Herzliche Grüße, Ihre
Daniela Knauer
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