Zuckermarkt: Indiens Exporte bleiben abzuwarten
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 9. November 2010, 20:00 Uhr
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Eigentlich hat sich an der fundamentalen Ausgangslage bislang nicht viel geändert.
Nach wie vor wird für Brasilien ein Anstieg der Zuckerproduktion für 2010/11 erwartet. Doch in der ersten Oktoberhälfte ging die Produktion um 30% zurück im Vergleich zum Vorjahr. Das ist zwar noch nicht dramatisch, wirkt aber preisunterstützend.
Der weitere Knackpunkt bleibt nach wie vor Indien
Nach wie vor wird fröhlich spekuliert, wie es sich wohl mit Indiens Exportfähigkeit verhalten wird. Zumindest ist man sich einig, dass das Land wieder in den Exportstatus zurückkehrt. Die Größenordnungen liegen nun zwischen 1,5 und 3 Millionen Tonnen Zucker. Heftige Regenfälle in der Zuckeranbauregion Uttar Pradesh allerdings verhelfen zu weiteren Preisunterstützung.
Überschuss? Aber wie hoch?
Auch die Frage nach dem Überschuss in 2010/11 ist eine Frage der Schätzung. Der weltweit größte Zuckerhändler Czarnikow rechnet mittlerweile für 2010/11 mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage, während das Beratungsunternehmen Kingsman von einem weltweiten Überschuss in Höhe von sogar 3,52 Millionen Tonnen (nach der jüngsten Prognose von Anfang September) für 2010/11 ausgeht.
Die Internationale Zuckerorganisation prognostiziert ebenfalls einen Überschuss, hat ihre Prognose allerdings jüngst von 3,2 Mio. Tonnen auf 2 Millionen Tonnen nach unten revidiert.
Fazit
Alles in allem: Genaues weiß man erst, wenn es so weit ist. Dennoch sollte sich der Markt allerdings spätestens, wenn Indien, dass mit Sicherheit von den aktuell hohen Preisen profitieren wollen wird, seine Exporte auf den Markt gibt, endlich etwas entspannen. Zuvor bleibt es spannend, dabei zuzusehen, wie hoch die Preise wohl noch getrieben werden.
So long liebe Leser...damit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend...bis morgen, wenn es dann endlich wieder mit den Silbermünzen weiter geht und liebe Grüße...
Ihre Miriam Kraus