Zu letzter Woche
Tom Firley in Investors Daily
vom 10. August 2010, 18:00 Uhr
ENL5462
Liebe Leser,
zunächst vorab für rein börsianisch interessierte Leser: Jetzt folgt „persönlicher Kram" (wie es manche Leser nennen). Allerdings bin ich diese Zeilen meinen langjährigen Lesern für den Ausfall der letzten Woche „schuldig". Entschuldigen Sie bitte ebenso, dass ich keine einzige Ihrer Mails in der letzten Woche beantwortet habe. Bei Bedarf biete ich Ihnen erneut an, mich ab jetzt wieder mit Mails zu „bombardieren".
Seit etwas über 4 Jahren schreibe ich nun für Sie; zunächst in der Geldanlage-Strategie. Später habe ich dann den Investors daily übernommen. In dieser Zeit sind mir viele Leser durch persönlichen Mailaustausch ans Herz gewachsen (ich denke, bei einigen ist es umgekehrt ebenso).
Jedes Mal, wenn ich Geschichtchen über meine Töchter Katharina und die kleine Paula schreibe, erhalte ich besonders nette schriftliche Resonanz. Geschichten über Kinder sind eben grundsätzlich positiv. Aber manchmal gibt es - zum Glück eher selten - eben auch etwas weniger Schönes zu berichten...
Langer Rede, kurzer Sinn - weshalb ich letzte Woche nicht schreiben konnte: Der Mensch, der mich vor meiner Geburt 9 Monate unter seinem Herzen getragen hatte, trat nach 81 Jahren die allerletzte Reise an. Nicht völlig überraschend, aber natürlich - wie so oft in solchen Fällen - dann doch zu plötzlich. Sicherlich verstehen Sie, dass dann die Börse und viele andere (wenn auch wichtige) Nebensächlichkeiten nicht in meinem Haupt-Fokus lagen. Aber das Leben geht weiter und nach einiger Zeit werde ich vermutlich wieder die alte Form erreichen.
Abschließend möchte ich noch den Refrain aus einem Lied von Trude Herr anfügen. Vielleicht gibt es „da oben" ja auch so etwas wie Internet.
Niemals geht man so ganz
Irgendwas von mir bleibt hier
Und hat seinen Platz
Immer bei Dir
Ich werde Dich vermissen
Tom
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus zum Felde (10.08. 2010 18:15 Uhr):
Eine der schönsten Geschichten die ich gelesen haben. Ihnen und ihrer Familie alles Liebe! Gibt es ein Leben nach der Geburt? Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter. "Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?" fragt der eine Zwilling. "Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird." antwortet der andere Zwilling. "Ich glaube, das ist Blödsinn!" sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitte schön aussehen?" "So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?" "So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz." "Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders." "Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum." "Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen." "Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?" "Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!" "Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht." "Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...." nach Henry Nouwen
Antworten - Kommentar von Damian Pazur (10.08. 2010 18:51 Uhr):
Lieber Herr Firley, mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl. Nichts ist wichtiger als die Gesundheit und die Familie. Ohne die wäre alles andere nichts wert. Es ist egal, wann ein Mensch von dieser Erde geht, es ist immer schwer loszulassen, wenn er einem nahe stand. Ich wünsche Ihnen viel Kraft. Damian P. aus Chile
Antworten - Kommentar von Amir Ljatifi (10.08. 2010 19:31 Uhr):
Lieber Herr Firley. Schon seit Ihrem ersten Tag als Verfasser des Investors Daily lese ich Ihre Beiträge sehr gerne. Nur habe ich Ihnen niemals einen Beitrag kommentiert bzw. Ihnen eine Mail geschrieben. Nur heute sehe ich es als meine Pflicht an, mir Ihnen mein tiefstes Mitgefühl und mein Beileid auszurichten. Ich hoffe für Sie, dass Sie dennoch die Kraft haben werden über diesen großen Schmerz und der Trauer hinweg zu kommen und wünsche Ihnen alles Gute. Und vielen Dank für Ihre Beiträge, die nicht nur Spaß machen zu lesen, sondern auch zu mehr Wissen anregt, um langfristig an der Börse zu bestehen. Herzliche Grüße Amir L.
Antworten - Kommentar von Karl Heinz Schmitz (10.08. 2010 19:52 Uhr):
Lieber Tom, danke für den lieben "persönl.Kram"! Ohne diesen wär's nur halb so schön.- Mein aufrichtiges Mitgefühl für Dich und Deine Lieben! Sieh es doch einfach so: Wir alle gehen diesen Weg. Vertraue auf Gott in christlicher Hoffnung auf ein Wiedersehen. Die Liebe ist stärker als der Tod. Internet = Gebet. Ich nutze es gern - auch für Dich und Deinen! Mit herzlichem Gruß! K.H.
Antworten - Kommentar von ludwig (10.08. 2010 19:56 Uhr):
wohltuend,dass Sie das Menschliche in Ihre Beiträge bringen und so das Molochmäßige der Börse relativieren
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- Kommentar von Steffen Bernas (10.08. 2010 22:15 Uhr):
Sehr geehrter Herr Firley, mein aufrichtiges Beileid. Ich hoffe, Sie werden sich oft an die vielen schönen Stunden mit Ihrer Mutter, an ihre Güte und ihre Liebe erinnern. Dann wird ein Lächeln über Ihr Gesicht huschen und der Schmerz des Verlustes wird weichen. Mit freundlichen Grüßen Steffen Bernas
Antworten - Kommentar von Zschocher (11.08. 2010 01:24 Uhr):
Lieber Herr Firley, mit diesem Kommentar haben Sie große Stärke bewiesen. Herzliches Beileid, es gibt nichts Schlimmeres - vielleicht das frühe Sterben seiner Kinder - als das, was Sie jetzt erlitten haben. Nehmen Sie sich eine Auszeit, die Börse und wir - Ihre Leser können warten. Herzlichst Ihr Hartmut Zschocher
Antworten - Kommentar von Rejhons Franc C (11.08. 2010 06:40 Uhr):
Darf ich ihnen mein tiefstes Mitgefühl aussprechen. Aber veilleicht hilft ihnen - schlimm ist es nicht für den der von uns gegangen ist. Schlimm ist es für die Hinterbliebenen, denn dieses Loch lässt sich nicht wieder füllen. Ihr Franc C. Rejhons
Antworten - Kommentar von Vonhasuen Barbara (11.08. 2010 09:24 Uhr):
Lieber Herr Firley, Sie sind nun niemandens Kind mehr, wie es Elke Heidenreich einmal ausdrückte, als ihre Mutter verstarb. Das tut weh, egal in welchem Alter wir unsere Mutter verlieren. Lassen Sie den Schmerz zu, er macht Sie menschlich und sympathisch und hilft Ihnen zudem den Verlust zu bewältigen. Meine aufrichtige Anteilnahme. Barbara Vonhausen
Antworten - Kommentar von Wolfgang Paulsen (11.08. 2010 10:14 Uhr):
Ich kann Sie sehr gut verstehen und fühle mit Ihnen. Und das Lied von Trude Herr (dass ich bei bestimmten Auftritten und Anlässen [Hobby] vortrage, singe ich jetzt für Sie. Ihr Mutter bleibt ganz sicher.
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- Kommentar von Marion Schneider (11.08. 2010 10:21 Uhr):
Lieber Herr Firley, Ihnen viel Kraft, Mut und vor allem Liebe ( denn die Liebe ist die stärkste Kraft der Erde) für Ihre Zukunft. Unsere Familie ist und sollte immer das wichtigste bleiben, leider wird es im Alltagsstress oft total vergessen, und gerade deshalb finde ich es wunderbar von Ihnen das sie uns darüber informieren, was Sie die letzten Tage von ihren normalen Tätigkeiten abhielt. Einen wunderschönen Leitgedanken, welchem ich meinem Tischkalender heute entnehme für Sie: "Die Ruhe ist eine liebenswürdige Frau und wohnt in der Nähe der Weisheit" (Epicharm) Ihnen und allen Lesen wünsche ich öfter mal ein bisschen mehr Ruhe.
Antworten - Kommentar von langfred (11.08. 2010 14:48 Uhr):
Lieber Herr Firley, als schätzender Leser des Investor Daily spreche ich Ihnen von Herzen mein Beileid aus. Ein Internet braucht's dort "oben" nicht, aber wie treffend und klug das gewählte Zitat. Herzlichst Ihr Manfred Suttorp
Antworten - Kommentar von Heide Lennartz Begert (11.08. 2010 19:03 Uhr):
Lieber Tom Firley, herzliche Anteilnahme. Ich möchte Ihnen noch folgendes auf dem Weg der Trauer mitgeben. Ach, dass die Jahre voll Vergnügen Schnellen Winden gleich verfliegen; Einen Augenblick voll Leid Macht der Schmerz zur Ewigkeit
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