Zu den Waffen (und zu Gewinnen)!
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 13. Dezember 2004 12:00 Uhr
ENL5454
Alex Chinn von "Red Zone" schrieb letzten Freitag:
"Die amerikanischen Medien rasen, seit ein Soldat Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vorgeworfen hat, dass die amerikanischen Truppen und Gerätschaften im Irak kaum gepanzert sind. Offensichtlich haben die Crews von Jeeps etc. selbstständig Metallfetzen außen an ihre Fahrzeuge angebracht. Es gibt auch immer mehr Soldaten, die zusammen mit ihren Familien auf eigene Kosten Schusswesten kaufen, bevor sie in den Irak verlegt werden."
Chinn weiter: "Das Militär wird Maßnahmen ergreifen, um auf diese höchst peinlichen News zu reagieren. Dies wird dadurch geschehen, dass sie mehr gepanzerte Fahrzeuge und mehr Schusswesten kaufen und in den Irak verfrachten werden. Das bedeutet, dass die kommenden Monate für die Anbieter solcher Dinge sehr profitabel werden sollten."
"Armor Holdings Inc. (AH:NYSE) aus Florida hat in den ersten drei Monaten bereits eine Umsatzsteigerung von 254 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und eine Gewinnsteigerung von 366 % gegenüber Vorjahreszeitraum erzielen können. Der Kurs dieser Firma steigt, wie ein NBA-Star in seiner Anfangsphase, und es gibt keine Signale für einen Stopp dieser Entwicklung."
"Armor Holdings stellt die gerade beschriebenen Güter her. Während das Militär einen größten Teil dieser Güter normalerweise bei DHB Industries kauft, könnte die aktuelle Knappheit dazu führen, dass auch andere Anbieter wie eben Armor Holdings und auch Ceradyne Inc. einen Teil des Kuchens abbekommen werden."
"Im Bereich der Schusswesten gibt es starken Wettbewerb, bei gepanzerten Fahrzeugen weniger. Und da ein ganzer Fuhrpark stärkere Panzerungen benötigt, sollte es Armor Holdings in den kommenden Monaten gut gehen." "Unabhängig davon sollte Armor Holdings auch davon profitieren, dass private Bürger verstärkt Schusswesten nachfragen, genauso wie auch in Westeuropa und Südamerika von Privaten verstärkt gepanzerte Fahrzeuge nachgefragt werden."
"Armor Holdings steht derzeit bei 43.89 $. Ich rechne damit, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird, und Ende Februar die Marke von 50 $ fallen wird."
*** Der Dollar könnte kurzfristig die Kurve bekommen haben. China, das erst vorletzte Woche durchblicken ließ, dass es einen Teil seiner in Dollar gehaltenen Devisenreserven abstoßen könnte, hat seinen Ton geändert ... spricht jetzt von "kurzfristigen Marktfluktuationen", was den vorausgehenden Rückgang des Dollarkurses betrifft.
Der Dollar stieg wegen starken US-Wirtschaftsdaten, die offensichtlich stärker waren als die Bedenken wegen des US-Zwillingsdefizits (Außenhandel und Haushalt).
Im November stiegen die US-Produzentenpreise um 0,5 %, nachdem sie im Oktober 1,7 % zugelegt hatten. Wenn man die Preise für Nahrungsmittel und Energie ausklammert, dann betrug der Zuwachs im Oktober nur 0,2 %.
Das ist ein Argument für eine Erhöhung der US-Leitzinsen um 25 Basispunkte – eine Entscheidung, die diese Woche ansteht.
Mit herzlichem Gruß
Ihr
J. Christoph Amberger, Executive Publisher, The Taipan Group