Zombie-Handel mit Drogen
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 8. Februar 2012, 07:30 Uhr
ENL5454
Letzte Woche aß ich mit einem alten Freund zu Mittag. Ich hatte ihn seit der Schulzeit in den 1960ern nicht mehr gesehen. Er erzählte mir die folgende Geschichte.
"Es ist beeindruckend. Ich habe hier mein ganzes Leben verbracht. Aber ich bin etwas anders geworden, schätze ich. Meine Brüder sind Doktoren und Rechtsanwälte. Ich tat ihnen einen Gefallen, indem ich das schwarze Schaf der Familie war. Deshalb mussten sie es nicht sein."
"Ich lebe in einem reichen Stadtteil. Aber ich arbeite nicht viel. Derzeit kann ich überhaupt nicht arbeiten, da ich einen Motorradunfall hatte. Und ich denke, die Leute fragen sich, wieso ich es mir leisten kann, hier zu leben. Nun, die Antwort ist einfach. Mein Vater war Augenarzt, und er kaufte das Haus hier 1941 und vererbte es seinen Kindern, als er starb."
"Nun, irgendwie kam in der Nachbarschaft das Gerücht auf, dass ich ein Drogendealer sei. Die Polizei beobachtete mich. Da parkte ein alter Van vor meinem Grundstück. Sie dachten, der sei für den Transport von Drogen. Und dann hatte ich ein paar Mexikaner, die mir mit dem Garten halfen. Die Polizei dachte, dass die im Drogenhandel mithelfen würden. Ich weiß nicht, wie das alles passieren konnte, weil ich hier nun seit mehr als 60 Jahren wohne...und jeder hätte mich einfach fragen können, wie die Sache ist."
"Aber eine Nacht lag ich im Bett, und diese Jungs im Kampfanzug traten die Tür ein und richteten Waffen auf mich und meine Frau. Es war eine Art Sondereinsatzkommando. Und dann kam mein Sohn nach Hause. Sie fragten ihn, was er tut. Er sagte, dass er hier wohnen würde. Deshalb nahmen sie auch ihn fest."
"Natürlich war unsere Tür noch nicht einmal abgeschlossen. Sie hätten einfach nur die Klinke runterdrücken müssen. Aber ich denke, das wäre nicht so aufregend gewesen..."
"Sie ließen mich nach einigen Stunden aus dem Gefängnis...aber nur, nachdem ich unterschrieben hatte, dass ich die Polizei nicht verklagen würde wegen der Festnahme etc. Wenn ich nicht unterschreiben würde, dann sagten sie, dass die Festnahme meines Sohnes in den Papieren vermerkt würde..."
Wie passieren solche Dinge? Wie können die Polizei und die Drogenfahndung so einen Fehler machen?
Nun, im Drogenhandel geht es um viel Geld...und nicht nur für die Leute, die die Drogen verkaufen. Die Drogendealer verdienen daran. Aber auch die Bekämpfer der Drogen verdienen Geld - sie werden nämlich für ihren Kampf gegen die Drogen bezahlt. Kurz gesagt: Der illegale Drogenhandel ist in den Händen von Zombies.
Die Dealer verdienen Geld, da die Drogenbekämpfer das Angebot begrenzen, was die Preise und damit die Gewinnmargen hoch hält. Die Drogenbekämpfer verdienen Geld, weil sie an der Front im Krieg gegen die Drogen stehen! Sie ziehen Uniformen an und tun so, als ob sie gegen ernsthaftes Verbrechen vorgehen. Sie bekommen Jobs, Helikopter, Autos, Pistolen, ausgefeilte Technik...und viel mehr.
Und dann, wenn sie wirklich einen Drogendealer erwischen, dann kommen die Juristen ins Spiel...und die Staatsanwälte...und die Gefängnisse. Raten Sie mal, was angeblich die größte Lobby-Organisation im Staat Kalifornien ist? Gefängniswärter! Dieser Bereich ist immens profitabel. Jeder will ein Stück davon abhaben.
Der Krieg gegen die Drogen mag eine kolossale Geldverschwendung sein, mit verschwendeten Millionen von Dollar und Tausenden Leuten, welche ohne guten Grund ins Gefängnis geschickt werden. Aber weder die Drogendealer noch die Bekämpfer von ihnen wollen, dass es endet.
Zum zweiten Teil von: Gold kaufen in unsicheren Zeiten
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von J Clauss (08.02. 2012 09:39 Uhr):
Verehrter Herr Bonner.. Schön, das sie AUCH mal die "Wahrheit" laut aussprechen.. Das Fatale daran ist, das es letztlich inzwischen ALLE Bereiche betrifft! Die illegalen WIE die legalen.. Heute geht es NUR NOCH ums Geld, was verhindert, das schon längst überfällige Notwendigkeiten(welche auch immer das sein mögen) in die Wege geleitet werden.. Aber wie auch immer, ein Krug geht nur SO lange zum Brunnen, bis er bricht!!
Antworten - Kommentar von bernard (08.02. 2012 09:46 Uhr):
" Geld ist etwas Böses wenn es uns beherrscht, aber etwas Gutes, wenn es uns dient " sagte der Papst Johannes Paul I. Er wußte wovon er sprach. Wegen Geld, geht die Welt zu grunde, vielleicht ist auch gut so.
Antworten - Kommentar von Alban (08.02. 2012 10:45 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, wenn ich sie richtig verstanden habe, setzen Sie auf den freien Markt und die freie, ungehinderte Entscheidung des Einzelnen. Wie stehe Sie aber zu gesellschaftlichen Aufgaben und Problemlagen, die einzelne Menschen alleine, auch wenn sie frei sind, gar nicht bewältigen und lösen können, weil deren Lösung ein gemeinsames, koordiniertes Handeln erfordern? Ich denke dabei an so etwas wie Feuerwehr, Forschung und Bildung oder die Versorgung von Alten und Kranken. Die These vom freien Markt und vom freien Einzelnen gibt mir hier so wenig eine befriedigende Antwort wie das Schreckgespenst von der zombifizierten Realgestalt öffentlich institutionalisierter Aufgaben. Ich bitte darum, das jetzt nicht als Plädoyer für Sozialismus im Stile etwa der ehemaligen DDR mißzuverstehen.
Antworten - Kommentar von Peter Harting (08.02. 2012 13:37 Uhr):
Genauso funktioniert es bei Doping und Antidoping.
Antworten - Kommentar von Dr Heinemann (08.02. 2012 18:51 Uhr):
Ja, Herr Bonner, liebe Leser, Drogenhandel ist eine von allen Regierungen der Welt gewollte Kriminalität. Das muss man zuerst wissen. Nun wird der Drogenhandel von Polizei und Justiz in allen Ländern bekämpft. Aber der Kampf darf nicht zu heftig sein. Die Bekämpfung muss gewährleisten, dass neue Kriminelle "nachwachsen" und ebenfalls genug Geld verdienen. Die Gefängnisse müssen stets gut mit Drogenkriminellen gefüllt sein, damit in den Gefängnissen ebenfalls Drogenkriminalität regiert! Wenn diese Drogenkriminellen endlich einmal entlassen werden, müssen sie durch die Gefängnisbedingungen so kaputt sein, dass sie sofort wieder in den Drogenhandel einsteigen, denn so denken diese Menschen, die aus dem Gefängnis kommen: "Noch einen Deal -dann bin ich frei und die Polizei bekommt mich nicht." Diese Verhältnisse gelten weltweit. Sie gelten auch für den Zigarettenschmuggel in Europa, für den Waffen- und Menschelhandel zur organisierten Prostitution. Alle Staaten verdienen an diesem System. Sie konfiszieren das Geld der Drogenhändler als Steuereinnahmen UND und das ist besonders gewollt: Drogenhändler und Drogenabhängige sind keine bewußten Staatsbürger. Sie sind einfache Marionetten. Sie glauben die Politikerlügen, die im TV erzählt werden. Das ist DAS Hauptziel des geduldeten und angeblich bekämpften Drogenhandels. Wir wollen eines nicht vergessen: Politikerlügen sind auch Drogen, die Völker besinnungslos machen, in den Krieg nach Afghanistan und in Hatrz VI schicken. Dafür müssen die Politiker ins Gefängnis, aber alle! Wünsche Ihnen noch einen schönen Tag! Ihr Dr. H.
Antworten
ENL5454
- Kommentar von LCF (09.02. 2012 01:08 Uhr):
Da kann ich mich nur den Vorrednern anschliessen, an dem Punkt versaut Geld alles, Korrektheit, saubere Ermittlungen usw.; das passiert aber nur, wenn diejenigen, die solche Etats genehmigen, in so einer Art "Zielvereinbarung" entschliessen, es zählen nicht mehr die einzelnen Ergenisse der Fahndertruppe, sondern das (Haushalts-)Ziel ist zu schaffen. Da müssen die dann eben sehen, wie sie an genügend "Fälle" kommen. Das ist für so eine Arbeit excellent falsch und führt notwendig zu solchen Auswüchsen, damit zuletzt die "Daseinsberechtigung" bewiesen wird, ätzend, echt !
Antworten - Kommentar von Livia (09.02. 2012 09:07 Uhr):
Und das ist eine gute Übungsplattfform für die Transformation der USA in einen Polizeistaat! Was man jetzt noch mit "Drogenverdächtigen" macht klappt morgen auch beim politischen Gegner! Dabei müßten man das Drogenproblem ganz anders angehen - man muß die Gründe beseitigen, aus denen die Leute Drogen nehmen! Zukunftsunsicherheit dürfte genausogut dazugehören wie antibiologistische Lebensformen aber auch ein "Zuviel" wie Reizüberflutung und Langeweile! Wahrscheinlich durfte der Drogenmißbrauch bei den Amisch in den USA der geringste sein - hat schon mal einer darüber nachgedacht?
Antworten - Kommentar von Berl Ingo (09.02. 2012 13:16 Uhr):
Glaubt man allen Ernstes, Drogenprobleme (Tote, Verbrechen,Verelendung, fam. od. gesellschaftl. Tragö-dien) würden sich bei Legalisierung verringern?-
Antworten
weitere Ausgaben von
Kapitalschutz Akte
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Sicheres Geld
Der exklusive Börsendienst, der Ihr Vermögen zuverlässig schützt
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Sicheres Geld