"Zivilisierte Italiener"
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 14. November 2011, 07:30 Uhr
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Der Fokus der Welt liegt auf Italien. "Korruption, aufgeblasene Bürokratie und niedrige Produktivität", sagt der Daily Telegraph. Aber hey...das könnte jede Menge Länder beschreiben.
Die Arbeitslosenquote für Menschen zwischen 15 und 24 liegt in Italien bei 30%. Die Krankenhäuser sind überbelegt. Die Straßen haben Schlaglöcher. Und Italien gibt seit Jahren mehr aus, als es einnimmt. Die italienische Staatsverschuldung liegt bei 120% des BIP. In den USA liegt sie bei 100% des BIP.
"Zivilsierte Italiener"
Zumindest sind die Italiener zivilisiert. Sie haben einige der höchsten Steuersätze in Europa. Die bezahlen sie nur nicht.
Der arme Berlusconi. Er wurde zum Rücktritt gedrängt. Nach so vielen Jahren in der Politik. So viele Jahre, in denen er das Wohl der Nation leitete. Doch zumindest hat er eine Schulter, an der er sich ausweinen kann. Der Telegraph vermeldet, dass er sich von Francesca Pascale, 26, trösten ließ. Diese Frau ist sicher ein Engel, der vom Himmel herabstieg, um Berlusconi in der Stunde der Not zu trösten.
Aber wir sollten uns davon nicht ablenken lassen. Wir haben hier eine Finanzkrise. Die Rendite der 10jährigen italienischen Staatsanleihen steht bei über 7%. Die Experten sagen, dass es zu diesem Zinssatz zu teuer für Italien ist, sich Geld zu leihen. Und wenn sie sich kein Geld leihen können, dann können sie ihre Rechnungen nicht bezahlen - inklusive den 300 Mrd. Euro Staatsanleihen, die in den nächsten 12 Monaten auslaufen.
Natürlich sind die Besitzer italienischer Staatsanleihen ein bisschen nervös. Und wer hält diese Staatsanleihen? Banken. Genau. Dieselben Banken, die gebündelte Hypothekenkredite kauften und das Finanzsystem der Welt an den Rande des Kollaps brachten. Und jetzt droht wegen ihnen wieder einmal das Finanzsystem der Welt zusammenzubrechen.
Wer hält die Anleihen?
Rund 48% der italienischen Anleihen werden von italienischen Investoren gehalten; der Rest, 52%, wird außerhalb Italiens gehalten, größtenteils in Europa.
Es ist nicht klar, wer in der Europäischen Zentralbank dafür sein wird, in den kommenden Wochen italienische Staatsanleihen zu kaufen. Doch wer wird außer der Zentralbank kaufen?
Mein Rat: Halten Sie an Ihrem Gold fest. Verkaufen Sie Aktien in steigende Kurse hinein. Kaufen Sie Gold an schwachen Tagen. Die Fed will die amerikanischen Haushalte weiter in Schulden treiben.
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