Zinspolitik
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 18. August 2011, 08:30 Uhr
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aus der US-Notenbank kommen zuletzt kritische Stimmen über die eigene Zinspolitik. Nach Ansicht des Präsidenten der Fed von Dallas, Richard Fisher, war es eine falsch, die Beibehaltung ihrer Niedrigzinspolitik für zwei Jahre zuzusichern. Die Unternehmen hätten dadurch nun noch weniger Anreize, jetzt zu investieren und Leute einzustellen. Bis jetzt hat die lockere Geldpolitik der Fed wenig gebracht, da die Unternehmen zu sehr Angst vor der zukünftigen Regierungspolitik (Stichwort Sparprogramme) zeigen, insbesondere nach der Debatte über die Erhöhung der Schuldenobergrenze.
Indem man die Kosten für die Beschaffung neuen Kapitals bis nach den Wahlen unverändert lässt, haben Unternehmen keinen Anreiz, jetzt zu investieren oder zu expandieren. Fisher ist außerdem gegen die Entscheidung, weil außerdem der Eindruck entstehen könnte, dass die Fed die Aktienmärkte ohne Straffung der Geldpolitik deutlich ansteigen lässt und sie bei jeder Marktkorrektur die Geldpolitik lockert, sich also quasi zum Dienstboten der Wall Street macht. Notenbankchef Bernanke hatte vor knapp einem Jahr sogar als ausdrückliches Ziel seiner Notenbankpolitik angegeben, die Aktienkurse steigen zu lassen. Sehr erfolgreich war er damit unter dem Strich bis heute allerdings nicht.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hartmut Fischer (18.08. 2011 09:34 Uhr):
Dass die Fed sich zum Dienstboten der Wallstreet "mache", ist ja eine grobe Verfälschung der Tatsachen. Sie ist es durch ihre Gründung als private Institution durch die führenden Wallstreet Banken seit 1913 !
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