ZEW-Index
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 19. Mai 2010, 08:30 Uhr
ENL5454
die wichtigsten Konjunkturdaten des gestrigen Tages kamen aus Europa (ZEW-Index) und den USA (Immobiliendaten). Beide fielen schwächer aus als zuvor, aber der Reihe nach. Die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland sanken im Mai auf 45,8 Punkte (April: 53,0; Prognose: 45,6). Offensichtlich nehmen die Sorgen zu, dass sich die Schuldenkrise negativ auf die Konjunktur auswirken könnte. Dennoch liegt der Wert trotz des Einbruchs noch deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 27,4 Punkten. Die weitere Entwicklung wird hier sicher davon abhängen, wie beherrschbar die aktuelle Krise wahrgenommen wird und wie stark eventuelle staatliche Sparprogramme ausfallen werden.
Gemischt fielen die US-Immobiliendaten aus. Während die Zahl der Wohnbaugenehmigungen im April stark enttäuschte (606.000 nach 680.000, Erwartung ebenfalls 680.000), überraschten die Wohnbaubeginne im April positiv (672.000, erwartet wurden 650.000 nach zuvor 626.000). Eine Tendenz lässt sich aus diesen Daten allein nicht ablesen. Die amerikanischen Börsen gaben jedenfalls gestern nach.