Zertifikate: Möglichst nah an der Quelle...
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Derivate & Hebelprodukte
vom 1. März 2011, 12:00 Uhr
ENL5454
*** Und noch ein Nachtrag zum Thema Finanz-Portale. Trader´s Daily-Leser Thomas G. schrieb mir:
„Unter der WKN des ausgewählten Zertifikates findet man bei Finanztreff.de die Bedingungen des Emittenten. Diese sind am Ende der Beschreibung als pdf-Datei hinterlegt. Das erspart langes zeitraubendes überflüssiges Klicken bei irgendwelchen Emittenten und auf den Homepages irgendwelcher Börsenplätze."
Meine Antwort:
Sehe ich anders. Zur Auswahl von Zertifikaten sind Portale super, keine Frage. Aber wenn man dann einen Schein ausgewählt hat, empfehle ich danach dennoch, direkt auf der Internetseite des Emittenten nachzuschauen. Meine Devise hier: „Möglichst nah an der Quelle"! Je mehr Zwischenstationen, desto größer ist die Gefahr für (Übertragungs/Verknüpfungs-) Fehler.
Und dieses Überprüfen auf der Internetseite des Emittenten dauert nur wenige Minuten. Ist für mich bei einem Kauf/einer Empfehlung Standard. Habe dazu die jeweiligen Internet-Adressen der Emittenten gespeichert. Ein Klick....WKN eingeben...überprüfen. Zack, da haben wir es.
Ist meiner Ansicht nach kein „langes zeitraubendes überflüssiges Klicken", sondern sinnvoller Teil der Recherche und des Prüfens VOR dem Kauf eines Zertifikats.
Kann Ihnen nur raten, das ebenso zu handhaben!
*** Was noch? Ein Leser hat mir einen Hinweis auf das Verhalten von Fondsmanagern gegeben, welches ich ziemlich „daneben" finde. Recherchiere dazu nun noch etwas...und für heute deshalb einfach noch ein paar aktuelle Fakten zu Gold:
Gerade lese ich, wie viel Gold die „Industrial and Commercial Bank of China" an chinesische Anleger verkauft hat. Im gesamten letzten Jahr waren das 15 Tonnen (physisches Gold).
Und im Januar 2011? Da alleine waren es 7 Tonnen! Von Seiten der Bank hört man, dass die Nachfrage nach physischem Gold „explosiv" sei. Dies vor dem Hintergrund, dass China insgesamt 2010 bereits 5 Mal so viel Gold wie 2009 importiert hat.
Es geht los. Bereits jetzt ist die chinesische Nachfrage nach Gold auf ein Viertel der Produktion der WELT gestiegen. Und ganz offensichtlich steigt die Nachfrage weiter, siehe die Januar-Zahlen der Industrial and Commercial Bank of China.
Ich bleibe bullish für Gold.
Mit herzlichem Gruß!
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Trader´s Daily
PS: Bitte beachten Sie zum Thema Gold auch folgenden Beitrag meiner geschätzten Kollegin Miriam Kraus: Gold traden.
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