Zeit ist Geld!
Miriam Kraus in Rohstoff Daily
vom 21. Februar 2012, 20:45 Uhr
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Die Vorsitzenden der beiden großen Regierungsparteien haben sich zumindest einmal auf das große Sparpaket verständigt. Das mag zwar gut und schön sein, es bleibt aber dennoch die Frage, wer bei den nächsten Parlamentswahlen im April die Oberhand erhält.
Oder anders gefragt: werden die heutigen Oppositionellen sich in der Zukunft von den Brüderstaaten-Gläubigern ebenfalls die Dringlichkeit der Umsetzung wichtiger Strukturreformen deutlich machen, oder von mir aus auch vorschreiben lassen?
Tja, das bleibt die Frage und somit bleibt auch nach wie vor die Frage, ob Griechenland sich nicht doch noch für den Austritt aus der Zone entscheiden wird. Meiner Meinung nach, ist für Griechenland keine der beiden Optionen bedeutend besser als die andere. Denn ob in oder außerhalb der Zone, die Vorkrisen-Jahre kommen nicht wieder. Der einzige Vorteil von innerhalb der Zone: die Kredite der Brüderstaaten. Der einzige Vorteil von außerhalb der Zone: die eigene Notenbank.
Zeit ist Geld!
Ich glaube unseren Häuptlingen ist das alles mittlerweile auch klar und im Grunde ist ihnen Griechenland wahrscheinlich ziemlich wurscht.
Der einzige Grund dafür, dass man sich entschieden hat, den Griechen das nächste Hilfspaket zu versprechen, liegt wohl darin, die Griechen ein weiteres Mal (diesmal wohl mindestens bis zur griechischen Parlamentswahl, aber spätestens wohl bis Mitte des Jahres, bis mal wieder einer die anhaltenden Probleme Griechenlands zum Thema macht) für eine gewisse Zeit hinter den Bühnenvorhang zu verbannen.
Das eigentliche Ziel dahinter ist wohl nach wie vor eher, die, durch das Versprechen auf 130 Milliarden Euro, hoffentlich erkaufte Zeit dafür zu nutzen, den Rest der Zone feuerfest(er) zu machen.
Sehen wir es realistisch: erst wenn der Rest der Zone nicht mehr Gefahr läuft hinter Griechenland den Abhang herab zu rutschen, ist auch Griechenland in keinster Weise mehr interessant. Und eigentlich hat diese Entwicklung schon begonnen: langsam aber immerhin verliert Griechenland ein wenig an Bedeutung innerhalb der Reaktionen der Märkte. Das aber haben wir eigentlich hauptsächlich der EZB zu verdanken!
So long liebe Leser...klar, auch wir übrigen Brüderstaaten haben alle so unsere Probleme, manche mehr, manche weniger...der springende Punkt ist aber: so lange die Zinslast, wie vor 6 Tagen bei der portugiesischen Anleihen-Emission oder zuletzt bei der spanischen Bond-Ausgabe sinkt, funktioniert das Ganze wenigstens....hoffen wir, dass es auch weiterhin funktioniert und die EZB unsere Geldwertstabilität nicht umsonst in die Waagschale wirft....liebe Grüße und bis morgen...
Ihre Miriam Kraus
Zum ersten Teil von: Griechenland kann sich nach wie vor nur selbst retten
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dieter (21.02. 2012 22:08 Uhr):
Unsere Chef-Raubritter werden gut geführt von den Kaisern und Königen dieses Reichs des Kapitals. Als deren Handlanger wird es ihnen schnuppe sein was mit uns und den Griechen passiert. Hauptsache sie können schachern und einen Posten behalten oder verbessern. Aber als Gläubiger braucht man nicht zu wissen sondern nur zu glauben. Und man glaubt dem der am meisten in den Klingelbeutel tut.
Antworten - Kommentar von B Fischer (22.02. 2012 08:47 Uhr):
Hallo, Fr. Kraus, der kommentar ist inhaltlich genau richtig, wesentlich besser als vieles andere geschwafel, was zu lesen ist. nur eines fehlt: dies muss den griechen nun mal öffentlich, am besten im land und an einem arbeitsfreien tag! und jemand, der neutral ist bzw. die führung in europa zukünftig übernehmen will, im fernsehen mit verpflichtung der teilnahme und anschl. unterweisung der leute, "marshall-plan gleich im gepäck und ran an die arbeit. dazu einen plan, wie einfache arbeit aus "entw-länder" zurücktransferiert werden kann. B.F.
Antworten - Kommentar von Hoffnung (22.02. 2012 15:42 Uhr):
Hallo, ich weiss ja nicht ob das Ihre persönliche Meinung ist ,oder nur das Prinzip Hoffnung, Das Grichenland nicht mehr zu retten ist,dass ist ja klar. Als nächstes steht in diesen jahr Portugal an.Mit den selben Problemen wie Griechenland,danach Irland Spanien und zuletzt Italien.
Antworten- Antwort von Albert Karl (22.02. 2012 17:32 Uhr):
.....und zu allerletzt sind wir dann dran, nach dem Motto: "Wer rettet die Retter"!!! Gruß, A.K
- Antwort von Albert Karl (22.02. 2012 17:32 Uhr):