Zeit, Farbe zu bekennen?
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 10. März 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Gestern schrieb ich an dieser Stelle:
"Denken wir an die historische Wahl „Bush gegen Kerry" zurück. In den Primaries siegte Kerry, weil er nicht der groteske Howard Dean war. Und als es um die Wurst ging, half es nicht, dass sich seine philosophische Plattform auf "Ich bin nicht Bush" reduzieren ließ. Dies summierte die Kernentscheidung auf Charakter versus Windbeutel."
Die Kommentatorin Andrea Peyser schrieb über Kerry:
"He was a man without a plan, a politician without a platform, a self-involved empty suit who offered not one single, coherent campaign promise, with the exception that he vowed to raise your taxes."
Recht hat sie.
Mit Interesse sehe ich nun nach Europa, um zu sehen, wie sich der Mainstream dort aus der Zwickmühle zieht: Denn mit Obamas Wahlsieg ist es nun nicht mehr möglich für die Amerika-Hasser, sich als "nur anti-Bush" auszugeben.
Anti-Amerikanismus als autonomes Ressentiment, das sich seine jeweilige Rechtfertigung sucht.
Ist es Zeit, Farbe zu bekennen?
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hartmut Fischer (10.03. 2010 15:43 Uhr):
Charakter - vielleicht - , aber was für einer?
Antworten - Kommentar von Alex Kronert (11.03. 2010 05:13 Uhr):
Der Antiamerikanismus braucht sich keine Rechtfertigung zu suchen, diese liefert die Amerika zu jeder Zeit selbst, man braucht nur die Nachrichten zu verfolgen, die Herr Amberger scheinbar teilweise ausblendet. Ebenso wie die Veroeffentlichungen ueber Bush, die zahlreichen in Amerika veroeffentlichten Buecher und Filme offenbaren, um welche Art von "Charakter" es sich hier handelt.
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