Zeichen auf Sturm
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 22. Juli 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Die äußerst schwache Wirtschaftserholung in den USA neigt sich schon jetzt wieder dem Ende zu. Die Anzeichen für diese Prognose sind unübersehbar. Die Konjunkturprogramme laufen aus. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt prekär. Länder und Kommunen sind gesetzlich dazu verpflichtet, auf die Verschlechterung ihrer Haushaltslage mit Schließungen diverser Einrichtungen, Entlassungen und Ausgabenkürzungen zu reagieren.
Drastische Maßnahmen in Kalifornien
Hier sei nur als Beispiel Kalifornien angeführt. Der Westküsten-Staat schiebt ein gigantisches Defizit in Höhe von 19 Milliarden Dollar vor sich her. Gouverneur Schwarzenegger hat nun drakonische Kürzungen im öffentlichen Dienst beschlossen. Ab Juli sollen die Gehälter für die große Mehrheit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes auf den Mindest-Stundenlohn gekürzt werden. Dieser beträgt 7,25 Dollar
Einbrechende Schlüsselsektoren der US-Wirtschaft
Ferner fällt auf, dass in den jüngsten Wochen Schlüsselsektoren der US-Wirtschaft weiter drastisch einbrachen.
Hier seien nur einige Beispiele aufgeführt:
Einzelhandelsumsätze sind im Mai um 1,2% gefallen. Das war der erste Rückgang seit acht Monaten. Die Ökonomen hatten im Durchschnitt ein leichtes Wachstum prognostiziert.
Die Hausbaubeginne sind eingebrochen, nachdem das steuerliche Anreizprogramm ausgelaufen ist. Sie gingen im Mai um 10% zurück und befinden sich damit auf dem niedrigsten Stand des Jahres.
Die Bautätigkeit im Eigenheimsektor stürzte um 17% ab. Das war der größte monatliche Einbruch seit 1991.
Der Absatz neu erstellter Häuser gab um unglaubliche 33% nach und befindet sich damit auf einem Rekordtief.
Bestellungen langlebiger Güter fielen im Mai um 1,1%. Das war der erste Rückgang seit fünf Monaten.
Die Produktionsindizes der wichtigen Regionen Philadelphia, Chicago, Dallas und Richmond sind bereits wieder rückläufig. Das deutet darauf hin, dass die erneute wirtschaftliche Schwäche ein landesweites Phänomen ist.
All das geschieht vor dem Hintergrund einer krisenhaften Staatsverschuldung in weiten Teilen der Welt. Das ist sicherlich nicht der Nährboden für haussierende Aktienmärkte. Es besteht die große Gefahr, dass in einem solchen Gemengelage die Indizes wieder in Richtung der Tiefstände auf dem Jahr 2009 fallen könnten.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von HJK (22.07. 2010 12:34 Uhr):
Kalifornien: ein gigantisches Staatsdefizit von 19 Mrd. $??? Was soll der Unsinn - solche Defizite haben bei uns schon die kleineren Bundesländer!
Antworten - Kommentar von Fuchs Josef (23.07. 2010 12:39 Uhr):
Ich lese diese kommentare durchgehend!ich schließe mich ihrer meinung auch an!aber an den börsen passiert gerade das gegenteil! hier sind kräfte am werk, nur zu erklären mit nie endender liquität oder stützung durch die notenbanken!wenn man nach fundamentalen gründen bewerten würde, stünde ein blutbad an den börsen unmittelbar bevor!
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