Zahl der Aktienanleger auf Tiefstand
Jürgen Schmitt in Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 11. August 2009, 18:00 Uhr
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Liebe Investors-Daily-Leser,
seit dem Wochenende rollt endlich wieder der Ball bei Deutschlands liebstem Kind, dem Fußball. Zwar spürt man im Werbebereich auch in der Bundesliga die Finanz- und Wirtschaftskrise, dennoch wurde eine neue Rekordsumme in neue Spieler investiert und die Zuschauer strömen weiterhin in Massen in die Stadien. Das wiederum wird natürlich auch bald wieder die Werbetreibenden auf den Plan rufen, womit man bereits in der nächsten Saison wieder mit neuen Rekord-Etats rechnen kann. Ganz so schnell wird unsere Wirtschaft zwar nicht an die Rekordjahre 2007/2008 anknüpfen können, doch auch dies dürfte nicht allzu lange auf sich warten lassen. Unser Export zieht bereits wieder an und konnte im Monatsvergleich um rekordverdächtige 7% zulegen. Schon erhöhen erste Wirtschaftsinstitute ihre Wachstumsschätzungen für 2010. Weitere werden folgen. Diese Entwicklung hatten wir Ihnen schon vor Wochen avisiert. Leider verpassen die meisten Deutschen aber wieder einmal eine Mega-Chance.
Die Deutschen blasen leider wieder einmal lieber Trübsal
Mit rund 3,4 Millionen ist die Zahl deutscher Aktienanleger auf den tiefsten Stand seit 1998 gesunken. Damit hat sich die Quote zum Boomjahr 2000 in etwa halbiert. Im internationalen Vergleich ist Deutschland wieder zur "Aktien-Diaspora" geschrumpft. Die Anleger hierzulande saugen lieber Weltuntergangs-Szenarien auf, legen ihr Geld in Gold und Silber an, mischen allerhöchstens noch fast unrentable Staatsanleihen bei, mit denen sie am Ende sogar Verluste einfahren werden. Dabei werden sie von Finanzmedien animiert. J
üngster Höhepunkt: In der Titel-Story empfiehlt das Magazin "Smart-Investor" seinen Lesern, physisches Gold tiefer als 1 Meter zu vergraben, damit es Metall-Detektoren nicht aufspüren können. Zudem solle man aufs Land ziehen, sich mit Nachbarn und den örtlichen Landwirten anfreunden, um für das kommende Desaster gerüstet zu sein. Fazit: Wir werden an den Börsen wahrscheinlich wesentlich schneller neue Allzeithochs sehen als ich bislang vermutet habe.
Herzlichst
Ihr
Jürgen Schmitt
Chefredakteur Aktien-Monitor
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