Yara rechnet mit einer Belebung des Geschäfts im Frühjahr
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily
vom 7. Februar 2012, 17:00 Uhr
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Eine interessante Ausgangslage zeigt sich auch bei den großen Düngerproduzenten Europas. Die norwegische Yara reagiert heute positiv auf die vorgelegten Quartalszahlen. Der Umsatz erhöhte sich auf 20,73 Mrd. NOK nach 17,53 Mrd. NOK im Vorjahr. Der Nettogewinn konnte fast verdoppelt werden auf 3,39 Mrd. NOK nach 1,56 Mrd. NOK zuvor bzw. 11,84 NOK nach 5,42 NOK je Aktie. Etwas am guten Ergebnis gekratzt haben Wechselkurseffekte und Einmalbelastungen, sodass bereinigt nur noch 8,82 NOK je Aktie übrigblieben, was aber angesichts 6,25 NOK zuvor immer noch für gute Laune bei den Anlegern sorgte.
Zur guten Stimmung für die Aktie beigetragen hat ebenfalls, dass man den leichten Nachfragerückgang in der zweiten Jahreshälfte 2011 durch höhere Verkaufspreise und verbesserte Margen mehr als kompensieren konnte. Bei dem Ausgangsmaterial Erdgas wird es voraussichtlich keine Engpässe geben, denn Yara sitzt in Norwegen direkt an der Quelle. Yara weist darauf hin, dass nach den zuletzt geringeren Absätzen von Düngerprodukten mit einer Belebung der Nachfrage im Frühjahr gerechnet wird. Denn die Lager bei den Erzeugern seien relativ leer. Um von den weiterhin guten Preisen für Feldfrüchte profitieren zu können, werden sie bald einkaufen müssen, falls sie 2012 keine Ernteeinbußen durch Unterversorgung mit Nährstoffen erleiden wollten. Yara kann vor allem von den verbesserten Aussichten profitieren und steht kurz davor, ein kleines Kaufsignal zu erzeugen.
K+S bricht aus Abwärtstrend aus, profitiert von starken Schneefällen
Profitieren kann die deutsche K+S nicht nur von den guten Aussichten, die der Konkurrent aus Norwegen aufzeigt. Hier führten bereits die starken Schneefälle der jüngsten Zeit in Europa zu einem Ausbruch des Kurses aus dem kurzfristigen Abwärtstrend. Denn K+S macht inzwischen einen großen Teil seines Umsatzes auch mit dem Verkauf von Streusalz. Nachdem in diesem Bereich vor Weihnachten angesichts des milden Winters noch mit schlechten Aussichten gerechnet wurde, wirken sich nun die enormen Schneefälle positiv aus.
Obwohl die Lager der Kommunen angesichts der Schneemassen des Winters 2011 gut gefüllt wurden und keine Engpässe zeigen, wird der Verbrauch nun doch höher ausfallen, als bisher erwartet wurde. Also müssen im Verlauf des Jahres größere Teile der Lager wieder aufgestockt werden, was direkt den Umsätzen von K+S zugute kommen wird. Die Aktie ist aktuell zwar etwas heißgelaufen, doch bei einem Rücksetzer bietet sich ein Einstieg an, der komfortabel unter dem jüngsten Tief abgesichert werden kann.
Herzliche Grüße
Ihre Daniela Knauer