Daniela Knauer legt großen Wert auf eine Streuung der Depotwerte und die strikte Einhaltung von Stopp-Kursen. Darauf weist sie ihre Leser regelmäßig hin.
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
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in der vergangenen Woche fragte ich mich noch, wie lange der erste Schub der Erleichterung und die Shorteindeckungen die Märkte treiben werde. Bisher reichte er noch aus, um die Indizes langsam weiter nach oben zu treiben. Selbst der grottenschlechte ISM-Index des Industriesektors der USA konnte zumindest in Europa die Bewegung noch nicht stoppen. Aber das ist auch kein Wunder - denn Europa hatte deutlichen Nachholbedarf durch die Schwäche der vergangenen Wochen trotz seiner rezessiven Wirtschaftslage.
Nach den ISM-Zahlen stellt sich nun allerdings die Frage, ob auch die USA in absehbarer Zeit in eine Rezession abrutschen werden. Ein Rückgang der Auftragseingänge im ISM-Index von 60,1 auf 47,8 Punkte ist zumindest ein gewichtiges Indiz für kräftige Bremsspuren, die auch aus dem starken US-Dollar der jüngsten Zeit resultieren. Besonders spannend wird daher die Entwicklung am Donnerstag werden: An diesem Tag wird nicht nur eine Zinssenkung der EZB um mindestens 25 Punkte erwartet, sondern auch die neuesten Zahlen zum ISM-Dienstleistungsindex werden mit Argusaugen geprüft werden. Kann er seine relative Stärke zum Industrieindex weiter bewahren oder werden sich hier ebenfalls Bremsspuren zeigen?
Der Währungstrend wird über die weitere Richtung entscheiden
Besonders wichtig für die weitere Entwicklung der Märkte im Lauf der Woche wird also wieder einmal die Richtung des Währungspaars EUR/USD bleiben. Auch für uns Investoren in Rohstoffaktien und internationale Nebenwerte ist dieses Währungspaar von entscheidender Bedeutung. Kann es sich erst einmal beruhigen oder gar den bestehenden Abwärtstrend angreifen, so würden die Aussichten der kommenden Zeit nicht nur für die Rohstoffe selbst sondern auch für entsprechende Aktien deutlich besser aussehen.
Erste Bodenbildungsversuche lassen sich bereits feststellen, so hat sich zumindest der interne Markt bei den Goldaktien vorerst beruhigt. Er steht bereits auf dem Signal Bull Alert.
Zu einem Kaufsignal dieses internen Indikators fehlt zwar noch ein deutlicher Schub, aber immerhin konnten die Aktien des XAU im normalen Chart bereits ein höheres Tief ausbilden, das vom RSI bestätigt wird. Selbst wenn es vorerst nicht reichen sollte, den Abwärtstrend und die langfristigen Durchschnitte zu überwinden, so ist zumindest bis in diesen Bereich zwischen 180 und 185 Punkten deutliches Potenzial vorhanden.
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