Wunder gibt es immer wieder
Kay P. Kaymer in Wave Daily
vom 14. Dezember 2006 13:00 Uhr
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Ein beinahe Wunder sind immer noch die warmen Temperaturen. Hier im westlichen Teil Deutschlands ist es immer noch überraschend warm, ja vor einigen Tagen war es sogar noch möglich im T-Shirt draußen zu sitzen. Im Süden ist es wie mir berichtet wurde zwar schon etwas kälter, aber der gewohnte Winter ist auch dort noch nicht erreicht.
Fast schon ein Wunder wäre es, wenn wir pünktlich zu Weihnachten noch einmal die Badehosen auspacken könnten. Aber mal ganz ehrlich, dass passt alles irgendwie nicht zusammen. Und ob dieses Wunder so positiv ist, muss sich erst noch in den kommenden Jahren herausstellen. Die Wissenschaftler sind sich noch nicht einig, gewichten aber tendenziell das Risiko und die Gefahren durch Erwärmung weitaus höher.
Ein Wunder der ganz anderen Art ist gerade in den USA im Gange. Zuletzt musste der Wal Mart seine Umsatzprognosen nach unten schrauben und zwar kräftig. Das war nicht der einzige Einzelhändler, sondern auch kleiner börsennotierte Unternehmen aus diesem Sektor schlugen in die gliche Kerbe. Die Autoverkäufe wie sie zuletzt vermeldet wurden lieferten ebenso ein eher schwaches Bild ab.
Und Wunder, die gestern vermeldeten Einzelhandelsdaten seitens überraschten positiv. Die Umsatzerlöse im Einzelhandelssektor stiegen um 1,0% gegenüber dem Vormonat an. Erwartet hatten Volkswirte und Analysten nur einen Anstieg um 0,2%. Das hat auch meine eigenen Erwartungen deutlich übertroffen.
Aber ehrlich gesagt, kann ich nicht ganz verstehen wie diese Daten zu Stande kommen. Nun gilt es aber dennoch diese zu akzeptieren. In der Summe bleibt die US-Volkswirtschaft trotz dieser Daten auf Schlingerkurs.
Und genau das hat die Reaktion der US-Indizes gestern auch widergespiegelt. Diese gingen in der Summe nahezu und verändert aus dem Handel. Der Schwung scheint hier erst einmal raus zu sein.
Währenddessen können die deutschen Indizes deutlich zu legen. Der DAX zieht auf ein neues Jahreshoch an und der MDAX erreicht ein frisches Allzeithoch. Ich rechne damit, dass diese Entwicklung so weiter geht. Natürlich wird der deutsche Markt nicht steigen, wenn die US-Börsen wegbrechen. Aber eine relative Outperformance traue ich den deutschen Indizes schon zu…