Wulff der Levitenleser
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 1. April 2011, 08:30 Uhr
nach einem Gewinn von 800 Punkten innerhalb von 9 Tagen verwundert es nicht, dass der Dow Jones gestern ein paar Punkte abgeben musste. In den vergangenen Tagen wurde das Hoch vom Februar 2010 (ein Mehrjahreshoch) getestet. Die Entscheidung naht, ob nun ein neues Hoch markiert, oder aber eine Korrektur begonnen wird. Das Zünglein an der Waage könnten dabei auch die US-Arbeitsmarktdaten spielen, die heute Nachmittag veröffentlicht werden
Ich selbst werde heute nicht traden - deswegen gibt es heute auch nur eine knappe Ausgabe - , dennoch bin ich gespannt, wie diese Woche endet. Könnte heute spannend werden!
Unser Bundespräsident hat den Banken gestern die Leviten gelesen. Respekt! Am 19. Bankentag in Berlin beklagte er, dass die vom Staat gerettete Bankenindustrie aus der Krise nicht viel gelernt hätte. Die Banken werfen bereits wieder mit hohen Bonuszahlungen herum und warnt bei jeder Gelegenheit vor zu starker Regulierung. Beim zweiten Punkt gebe ich den Banken-Managern recht, denn zu starke Einflussnahme des Staates ist sicher nicht förderlich, die Politiker haben nun einmal auch schon zu häufig bewiesen, von dieser Materie nur wenig Ahnung zu haben (Stichworte: Leerverkaufsverbot, Finanzmarktsteuer etc.) - doch wenn man offenkundig die Mahnungen der Politik missachtet, braucht man sich auch nicht wundern, wenn diese mehr Regulierung einfordern. Ist bei meinen Kindern nicht anders: Hören diese nicht, dann gibt es Konsequenzen! (sind aber eigentlich ganz brave Mädels)
Der Kurzüberblick:
| Dax: | -0,22% |
| Dow Jones: | -0,25% |
| EuroStoxx50 | -0,878% |
| EUR/USD: | -0,02% |
| Gold: | +0,75% |
| Silber: | +0,99% |
| Öl (Sorte Brent): | +1,82% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): die Luft ist dünn
Während der Dow Jones sein Mehrjahreshoch in Greifweite hat, fehlen dem Dax noch gut 400 Punkte. Ein direkter Durchmarsch erscheint aber unwahrscheinlich. Spätestens bei 7.150/7.200 Punkten wird die Luft doch extrem dünn. Das ist sie zwar schon seitdem die riesige Eröffnungslücke am Mittwoch gerissen wurde, als aus dem Stand die Rückkehr über die 7.000er-Marke gelang. Seitdem hat sich aber wenig getan. Seit eineinhalb Handelstagen bewegt sich der Dax in einer engen Range von etwa 40 Punkten. Die letzten Tage waren daher nicht geeignet für Daytrader.
Mit dem Überwinden des Vortageshochs hatte ich gestern einen Long-Einstieg gewagt, doch die Bullen haben nicht mehr die nötige Power, sind aber weiter stark genug, um den Bären keine Angriffsfläche zu bieten. Dies könnte sich heute durchaus ändern, doch aufgrund eines wichtigen privaten Termins kann ich mir das am Handy mitverfolgen, zu traden ist es so aber nicht.
Widerstände: 7.080, 7.100, 7.125, 7.180
Unterstützungen: 7.040, 7.015, 7.000, 6.980, 6.950
Gestriges Ergebnis: Verlust 18 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
Dax (DAX.I): Nur wenig Bewegung beim Dax. Kein gutes Pflaster für Daytrader!
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden. Bei Trades mit überschaubarem Kursziel ziehe ich den Stopp aber auch enger an.
